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Schadstoffbelastung: Messergebnisse vorgestellt

Simin Sadeghi   25.10.2018 | 18:05 Uhr

Die Schadstoffbelastung in der Gemeinde Kleinblittersdorf gibt vorerst keinen Anlass zur Sorge. Das ist nach Aussagen des Umweltministeriums das Zwischenergebnis der Messungen des Staubniederschlags. Anlass für die Messungen waren Rauch, Gestank und Lärm, die aus dem Werk in Großblittersdorf entweichen.

Kleinblittersdorf: Zwischenergebnisse der Schadstoffmessung sorgen nicht für Erleichterung
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 26.10.2018, Länge: 03:50 Min.]
Kleinblittersdorf: Zwischenergebnisse der Schadstoffmessung sorgen nicht für Erleichterung

Eigentlich könnten die Bürger in Kleinblittersdorf aufatmen: Das Aluminiumwerk hinter der französischen Grenze stößt vermutlich keine gesundheitsgefährdenden Stoffe aus - das belegen zumindest erste Zwischenmessergebnisse. Laut Umweltministerium zeigen die Messungen nach sechs Monaten sogar eine eher unterdurchschnittliche Staubbelastung. Fast alle Grenzwerte seien deutlich unterschritten. Und auch der Aluminiumwert sei im Vergleich zu anderen Messstandorten im Saarland niedrig.

Kleinblittersdorfer misstrauen den Messergebnissen
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 26.10.2018, Länge: 03:05 Min.]
Kleinblittersdorfer misstrauen den Messergebnissen

Das beruhigt die Bürger in Kleinblittersdorf aber nicht. Seit Beginn der Staubniederschlagsmessungen kritisiert eine Interessensgemeinschaft der Bürger die Art der Messungen. Das Umweltministerium habe ins Blaue hinein gemessen, ohne zu wissen, welche Stoffe überhaupt in der Alu-Gießerei entweichen. Weder Dioxine noch Quecksilber seien überprüft worden. Sie befürchten, dass sie weiterhin gesundheitsschädlichen Stoffen aus dem Alumimiumwerk ausgesetzt seien.

Weitere Messungen geplant

Das Umweltministerium hat angekündigt, die Messungen weitere sechs Monate fortzuführen und enger mit den französischen Behörden zusammenzuarbeiten.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 25.10.2018 berichtet.

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