Alte Baumwollspinnerei, St. Ingbert (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

St. Ingbert übernimmt Investorenanteile an Baumwollspinnerei

Florian Possinger   24.09.2021 | 13:31 Uhr

Nach anderthalb Jahren Verhandlung hat sich die Stadt St. Ingbert mit dem Investor Werner Deller auf eine Lösung für die alte Baumwollspinnerei geeinigt. Die Stadt übernimmt die Anteile des Investors in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Auch für die Nutzung gibt es teils neue Pläne.

Lange war es ruhig um die alte Baumwollspinnerei in St. Ingbert. Spätestens seit der Kritik durch den Landesrechnungshof im Jahr 2018 herrschte dort Stillstand. Nun haben sich die Stadt St. Ingbert und der bisherige Investor Werner Deller jedoch auf eine Lösung geeinigt: Nach 18 Monaten Verhandlung und einem unabhängigen Wertgutachten kauft sich die Stadt für 2,1 Millionen Euro frei.

Video [aktueller bericht, 24.09.2021, Länge: 3:19 Min.]
St. Ingbert tritt als Investor an Baumwollspinnerei ein

Dafür gehört der Stadt nun wieder das gesamte Gebäude und damit auch die gesamte Bauplanung. Das war ein Punkt, den der saarländische Rechnungshof massiv kritisiert hatte.

Museum und Stadtverwaltung

Jetzt will St. Ingbert es alleine angehen, in der Baumwollspinnerei das Albert-Weisgerber-Museum unterzubringen. Allerdings wird das nur einen kleinen Teil des Gebäudes umfassen. Der Großteil soll der Stadtverwaltung gehören, die dorthin umziehen wird.

Durch diese Nutzung muss die Stadt die bereits bewilligten Fördergelder in Höhe von mindestens sechs Millionen Euro nicht zurückzahlen. Im Gegenteil: Das Innenministerium hat sogar weitere 1,4 Millionen Euro für die Ausbaupläne bewilligt. Im Rathaus sollen nach dem Umbau nur noch die bürgernahen Dienste wie etwa Ausweis- und Kfz-Stelle untergebracht sein.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 24.09.2021 berichtet.

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