Das Müllsammelkonzept in St. Ingbert wird vorgestellt. (Foto: SR)

Pilotprojekt mit Müllsammelstation im Wald gestartet

Lena Schmidtke   04.05.2021 | 10:05 Uhr

Gemeinsam mit dem SaarForst hat die Stadt St. Ingbert ein neues Müllsammel-Pilotprojekt gestartet. Am Eingang des Schmelzerwaldes stehen jetzt Eimer und Zangen für jedermann zum Müllsammeln bereit. Das Projekt könnte ein Vorbild für andere Kommunen sein.

Taschentücher, Flaschen und Kaugummipapier, aber auch Autoreifen und Waschmaschinen – gut 70 Tonnen Müll sind im vergangenen Jahr in den St. Ingberter Wäldern illegal abgelagert worden.

Mit Eimer und Zange

Corona, Naherholung und das Müllproblem im Wald
[SR 3, Lena Schmidtke, 04.05.2021, Länge: 02:23 Min.]
Corona, Naherholung und das Müllproblem im Wald

Um den Wald sauberer zu halten, setzt die Stadt St. Ingbert jetzt auf die Mithilfe der Bürger: Sie sollen beim Waldspaziergang Müll am Wegesrand aufpicken und können sich dazu Eimer und Zange von einer Müllsammelstation am Eingang des Schmelzerwaldes ausleihen.

Denn, so Oberbürgermeister Ulli Meyer, der Wald sei Allgemeingut und für alle wichtig zur Erholung. Der Müll sehe nicht nur unschön aus, sondern schade der gesamten Umwelt: Zigarettenstummel etwa könnten Gifte ans Erdreich abgeben, Tiere beim Futtern Plastikpartikel aufnehmen.

Ganzjähriges Projekt

Während Müllsammelaktionen wie Picobello immer nur temporär laufen, soll mit der Müllsammelstation das ganze Jahr über etwas gegen den Müll unternommen werden. Die Stadt St. Ingbert ist damit Modellprojekt, das Konzept könnte laut SaarForst auch Vorbild für andere Kommunen sein.

Video [aktueller bericht, 03.05.2021, ab 24:17 Min.]
Nachrichten

Über dieses Thema hat auch die SR3 Rundschau vom 04.05.2021 berichtet.

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