Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei (Foto: picture alliance/Marcel Kusch/dpa)

Ministerium verspricht Rettungskräften mehr Schutz

  18.02.2020 | 17:05 Uhr

Nach heftigen Verbal-Attacken auf saarländische Sanitäter im Einsatz will das Justizministerium die Strafverfolgung solcher Angriffe erleichtern. Dazu soll automatisch ein öffentliches Interesse geltend gemacht werden.

Der Fall sorgt bei vielen für Empörung: Während eines Rettungsdienst-Einsatzes im Landkreis St. Wendel seien Rettungssanitäter heftig beschimpft und mit Gewalt bedroht worden, schreibt das DRK Saarland auf seiner Facebook-Seite. Darauf habe man bei der Polizei Anzeige erstattet. Doch die Staatsanwaltschaft wolle der Sache nicht weiter nachgehen - mangels öffentlichen Interesses.

Nun hat Justizminister Peter Strobel (CDU) auf diese Entwicklung reagiert. Strobel sagte, es gebe "natürlich" ein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung. Die Behinderung von Rettungssanitätern sei ebenso verwerflich wie der Angriff auf Feuerwehrleute oder Polizisten.

Beleidigung und Beschimpfung gegenüber Menschen, die im öffentlichen Interesse tätig sind, gefährdeten den gesellschaftlichen Frieden, sagte Strobel. Darum lasse er prüfen, ob Richtlinien, die greifen, wenn Polizeibeamte Opfer von Straftaten geworden sind, auf alle Personen erweitert werden können, die im öffentlichen Interesse tätig sind.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.02.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja