IHK (Foto: SR)

Die Wirtschaft im Saarland erholt sich

  25.08.2020 | 13:53 Uhr

Die Saarwirtschaft verzeichnet eine weitere Stabilisierung der Konjunktur. Dies berichtet die IHK im Bezug auf die aktuelle Geschäftslage und den Ausblick auf die kommenden sechs Monate.

Der Saarwirtschaft geht es etwas besser als im Juni, dennoch mahnt IHK-Geschäftsführer Carsten Meier: „Die Saarwirtschaft steht trotz der Belebungstendenzen vor schwierigen Zeiten.“ Sorge bereiteten ihm die fehlenden Exporte durch das internationale Umfeld, auch wenn der private Konsum sowie die Investitionsbereitschaft wieder anziehen.

Die IHK rechnet fürs Saarland mit einem Verlust von 15 Prozent der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr.

Video [aktueller bericht, 25.08.2020, ab 12:25 Min.]
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In der monatlichen Umfrage, an der rund 300 Unternehmen mit insgesamt 120.000 Beschäftigten teilnahmen, wurde die unterschiedliche Geschäftslage in den verschiedenen Dienstleistungen deutlich. Die IT-Branche und Versicherungen verzeichnen derzeit gute Geschäfte, hingegen ist der Großteil der Hotellerie, Gastronomie und andere Frezeitunternehmen in einer schwierigen Situation.

Handel, Banken und Verkehrsgewerbe werten die aktuelle Geschäftslage als befriedigend. Der Umsatz der Saarindustrie ist in den ersten sechs Monaten des Jahres um 24,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Der Export sogar um 26 Prozent. Beide Werte liegen über den Bundesdurchschnitt.

Strukturhilfe und Altlastenfonds gefordert

Die Saarwirtschaft rechnet auch in den kommenden Monaten mit Umsatzeinbußen. 75 Prozent der Befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die Geschäfte gleich bleiben, 16 Prozent mit schlechteren Geschäften.

Im Fahrzeugbau sowie in der Gummi- und Kunststoffindustrie zeigen sich im Hinblick auf die Produktion skeptisch. Diese hatten bereits im ersten Halbjahr deutlich weniger Aufträge.

Meier sieht neben der Stabilisierung der Konjunktur auch den Strukturwandel und die Investitionsfähigkeit der Kommunen als Herausforderung für das Saarland. Dafür brauche es Bundeshilfen und einen ausreichenden kommunalen Altlastenfonds.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 25.08.2020 berichtet.

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