Die Congresshalle in Saarbrücken von oben (Foto: imago/Becker&Bredel)

Wirtschaft pocht auf Ausbau der Congresshalle

  19.09.2019 | 15:55 Uhr

Die Spitzenorganisationen der Saarwirtschaft appellieren an die Verantwortlichen von Stadt und Land, die Congresshalle schnell zum Messe- und Kongress-Forum auszubauen. Im Oktober hatte der Saarbrücker Stadtrat die entsprechenden Pläne beschlossen.

Nicht lange fackeln, sondern beim Umbau der Congresshalle zu einem modernen Messe- und Kongresszentrum aufs Gaspedal drücken: Das fordern Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Unternehmensverbände, Hotel und Gaststättenverband sowie Handelsverband in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Video [aktueller bericht, 19.09.2019, Länge: 2:09 Min.]
Wirtschaftsverbände fordern Ausbau der Congresshalle

"Saarbrücken braucht dringend eine städtebauliche Aufwertung mit Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen. Die Congresshalle grenze unmittelbar an die Saarbrücker Innenstadt und verspreche wegen dieser guten Lage regionalwirtschaftlichen Effekte.

Conradt hatte gegen Pläne gestimmt

Im Oktober hatte der Saarbrücker Stadtrat bereits entsprechende Pläne zum Umbau beschlossen. Allerdings hatte die CDU-Fraktion unter ihrem Vorsitzenden Uwe Conradt dagegen gestimmt und eigene Pläne formuliert.

Conradt, inzwischen Oberbürgermeister, schwebte seinerzeit ein neues Kongresszentrum an einem neuen Standort, zum Beispiel am Busdepot in Alt-Saarbrücken, vor. Das Gelände biete vor allem Vorteile bei der Verkehrsinfrastruktur. Das Busdepot könne dann auf das alte Messegelände am Schanzenberg verlagert werden.

"Keine neue Grundsatzdiskussion"

Offenbar sind es solche Gedanken des neuen Stadtoberhauptes, die die Wirtschaftsverbände nun dazu bewegt haben, in die Offensive zu gehen. Es gebe für das neue Messe-, Kongress-, Event- und Kulturforum keine Alternative zur Congresshalle, heißt es.

Alle anderen Standorte seien "nur zweitbeste Lösungen mit deutlich geringeren Impulsen für den innerstädtischen Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie". Daher dürfe man keine neue Grundsatzdiskussion über alternative Standorte entfachen. Denn das führe zu erheblichen Zeitverzögerungen und gefährde die in Aussicht gestellten Zuschüsse des Bundes in Höhe von 50 Millionen Euro.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 19.09.2019 berichtet.

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