Armgard Müller-Adams im Gespräch mit den Studiogästen (Foto: SR)

Jung will Bundeshilfen für Bürger bei Energiepreisen

Mit Informationen von Carolin Dylla   02.09.2022 | 07:44 Uhr

Der saarländische Sozialminister Jung (SPD) hat Bundeshilfen gefordert, um Bürger angesichts steigender Energiepreise zu entlasten. In der Sendung SAARTALK sagte Jung am Donnerstagabend, das Saarland könne die Auswirkungen nicht aus dem eigenen Haushalt abfedern.

Kurz vor Ende der parlamentarischen Sommerpause haben saarländische Politikerinnen und Politiker über Maßnahmen diskutiert, um die Menschen angesichts der steigenden Energiepreise zu entlasten. In der Sendung SAARTALK des Saarländischen Rundfunks und der Saarbrücker Zeitung standen dabei allerdings eher die aktuellen bundespolitischen Vorschläge im Fokus.

Sendung: SAARTALK - Was erwartet das Saarland in Herbst und Winter
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 01.09.2022, Länge: 44:36 Min.]
Sendung: SAARTALK - Was erwartet das Saarland in Herbst und Winter

Jung: Land kann Auswirkungen nicht abfedern

Wenn sich die Debatte vor allem um bundespolitische Maßnahmen drehte - dann weil die entscheidenden politischen Weichen dort gestellt werden und nicht im Saarland. Das Land könne die Auswirkungen der steigenden Energiepreise für die Menschen nicht aus dem eigenen Haushalt abfedern, so Sozialminister Magnus Jung (SPD).

Jung setzt vor allem auf Hilfe aus dem Bund – verwies aber nochmals auf das Mitte August angekündigte “Winterhilfe-Programm” des Landes für extrem betroffene Menschen, das gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden erarbeitet werde.

Kritik von CDU und Grünen

Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag, Raphael Schäfer, kritisierte mangelnde Ergebnisse der Klausur des Bundeskabinetts in Meseberg – und warf auch der Landesregierung vor, nicht engagiert genug gearbeitet zu haben. Das trifft aus Sicht von Schäfer auch auf die Energiesparpläne des Landes zu.

Zwar habe der Landtag im Juli einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion angenommen – für dessen Umsetzung sei bisher aber nichts passiert, so Schäfer.

Die Sprecherin der Grünen Jugend Saar, Jeanne Dillschneider sagte, die Union habe auf Bundes- und Landesebene den Ausbau der Erneuerbaren Energien verpasst – und trage deshalb einen Teil der Verantwortung für die aktuell angespannte Versorgungssituation.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.09.2022 berichtet.

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