SAARTALK mit Tobias Hans und Anke Rehlinger

Saarland als Testfeld für die Bundespolitik

Ute Kunsmann / Onlinefassung: Caroline Uhl   08.03.2018 | 19:45 Uhr

Der neue CDU-Ministerpräsident Hans und seine Stellvertreterin Rehlinger (SPD) sehen durch die aktuell starke Präsenz von Saar-Politikern in Berlin positive Impulse für das Land. Das kann nach ihrer Auffassung helfen, das Image des Saarlandes außerhalb zu verbessern. Hans bezeichnete das Saarland als eine Art "Testmarkt" für Politiker.

Video [aktueller bericht, 08.03.2018, Länge: 2:49 Min.]
Hans und Rehlinger zu Gast bei SAARTALK

Peter Altmaier als Bundeswirtschaftsminister, Heiko Maas als Außenminister und Annegret Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Generalsekretärin mit Kanzlerin-Option: So viel Saar-Präsenz auf Bundesebene ist für den neuen Ministerpräsidenten, Tobias Hans, nicht überraschend: "Ich glaube, weil wir Saarländer eben auch einfach einen direkten Draht haben zu den Menschen. Da hilft die Nähe zu Bürger, die wir hier pflegen. Im Saarland schafft man es eben nicht als Politiker, sich von Talkshow zu Talkshow zu hangeln und ansonsten fern zu bleiben von den Menschen." Das Saarland sei daher "ein Testmarkt" für Politiker. "Und mein Eindruck ist, dass im Moment auch in Berlin keiner traurig darüber ist, dass Saarländer da sind.“

Impulse und Imagegewinn

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger erhofft sich von den Saar-Politikern in Berlin aber auch neue Impulse für das Land und einen Imagegewinn. Umfragen hätten gezeigt, dass die Unbekanntheit beziehungsweise die Frage, was der Einzelne mit dem Saarland verbinde, etwas sei, das immer nachteilig für die Region wirke. "Insofern ist jeder Saarländer, der in Berlin von sich reden macht und damit den Blick ins Saarland lenkt, ein guter Saarländer, der uns weiterhilft hier am Standort", betonte Rehlinger.

Mehrere geeignete Kandidaten

Auch wenn Hans als neuer Ministerpräsident für viele eine Überraschung war, gab er zu, schon länger mit dem Gedanken gespielt zu haben. Zumal er den Wechsel seiner Vorgängerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Berlin für realistisch hielt. "Deswegen muss man sich schon mal Gedanken machen: Würde man in so einer Situation bereit stehen? Und ich meine, ich wäre kein guter Fraktionsvorsitzender gewesen, wenn ich dann nicht auch bereit gewesen wäre zu sagen: Ich will", erklärte er. Hans räumte aber auch ein, dass es dabei mehr als einen geeigneten Kandidaten gab.

Artikel mit anderen teilen