Ein Saarstahlwerk (Foto: SR)

Saarstahl in Kurzarbeit

Carolin Dylla / Onlinefassung: Thomas Braun   02.09.2019 | 09:47 Uhr

Seit dem Wochenende gilt bei Saarstahl Kurzarbeit. Viele Beschäftigte machen sich Sorgen um ihren Job, grundsätzlich herrscht aber Optimismus, dass sich die Stahlindustrie von der derzeitigen Flaute wieder erholen wird.

Es ist eine Mischung aus Anspannung und Zuversicht, mit der die Mitarbeiter von Saarstahl am Montag zur Arbeit gekommen sind. Viele machen sich Gedanken darüber, wie es mit ihren Jobs weitergeht – auch nach dem Ende der Kurzarbeit, die zunächst für drei Monate angesetzt ist. Trotzdem sind die meisten der Ansicht, dass sich die Stahlindustrie, und damit auch Saarstahl, wieder erholen wird.

Gemischte Stimmung zum Beginn der Kurzarbeit
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 02.09.2019, Länge: 02:23 Min.]
Gemischte Stimmung zum Beginn der Kurzarbeit
Die Auswirkungen der Konjunkturflaute sind auch bei Saarstahl spürbar. Seit Sonntag ist das Unternehmen in Kurzarbeit. SR-Reporterin Carolin Dylla war am Montagmorgen zum Schichtbeginn am Werk in Völklingen.

In der Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit hatten sich Betriebsrat und Unternehmensleitung darauf geeinigt, dass es während der Kurzarbeit keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird. Außerdem stockt Saarstahl das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent des Nettogehalts auf.

Generell machen die sinkenden Absatzzahlen in der Automobilindustrie der saarländischen Stahlindustrie zu schaffen. Zudem setzen die Importe von Stahl aus Drittländern in die EU die Branche unter Druck.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.09.2019 berichtet.

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