Foto: Y. Schleinhege/SR

Saarstahl hält Versammlung als Autokino ab

Yvonne Schleinhege   17.09.2020 | 13:20 Uhr

Premiere bei Saarstahl: Erstmals hat eine Betriebsversammlung im Autokino stattgefunden. Popcorn-Stimmung kam allerdings nicht auf. Der Betriebsratsvorsitzende Stephan Ahr hat die Outsourcing-Pläne des Vorstandes heftig kritisiert. Man scheine vor nichts halt zu machen, das aber werde es mit dem Betriebsrat nicht geben.

Dort wo sonst George Clooney und Co. die Hauptrolle spielen, waren es diesmal der Betriebsrat und Vorstand von Saarstahl – auf der Kinoleinwand hinter dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Das erste Mal wurde die Betriebsversammlung in Form eines Autokinos gehalten. 500 Pkw mit je drei Beschäftigten waren zugelassen. Es war die erste Versammlung seit dem Corona-Lockdown.

"Mit Kinostimmung hat das nichts zu tun"
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 17.09.2020, Länge: 02:52 Min.]
"Mit Kinostimmung hat das nichts zu tun"

Kein Popcornfeeling

Doch Popcornfeeling kam nicht auf. Die wirtschaftliche Lage ist schwierig, dazu kommt der laufende Konzernumbau, samt Personalabbau und Auslangerungsplänen. Unter anderem dieses Outsourcing polarisiert. Der Vorstand hält daran fest, der Betriebsrat will es mit allen Mitteln verhindern, und zweifelt auch an dem Nutzen.

Zudem fehle es ihm an konkreten Plänen. Vielmehr fordert Betriebsratschef Stephan Ahr, eine klare Zukunfts-Strategie für Saarstahl. Alles was er sehe bei Saarstahl sei Sparen und Personalabbau um jeden Preis, Gespräche mit dem Betriebsrat über Innovationen gebe es nicht. Doch die brauche es dringend, so Ahr.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 17.09.2020 berichtet.

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