Ein Arbeiter im Werk von Saarstahl (Foto: SR Fernsehen)

Saarstahl braucht Personal für Aufträge

Karin Mayer   24.03.2021 | 15:00 Uhr

Um den starken Auftragseingang zu bewältigen, schreibt Saarstahl zunächst nur intern rund 110 befristete Stellen aus. Das teilte der Betriebsratsvorsitzende Stephan Ahr am Rande der Betriebsversammlung mit.

Seit September hat sich die Auftragslage bei Saarstahl stetig verbessert. Aktuell ist das Unternehmen voll ausgelastet. Weil Saarstahl in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Stellen abgebaut hat, werden nun zusätzliche Mitarbeiter gebraucht, um den starken Auftragseingang zu bewältigen.

Video [aktueller bericht, 24.03.2021, ab Minute: 17:28]
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Der Betriebsratsvorsitzende Stephan Ahr sagte dem SR, in der Stahlindustrie seien starke konjunkturelle Schwankungen die Regel. Die habe die Unternehmensleitung im Strategieprozess und beim beschlossenen Personalabbau nicht ausreichend berücksichtigt.

Kritik von der IG Metall

Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen kritisierte, dass stattdessen Millionen für Abfindungen und Berater ausgegeben wurden. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Ulrich Köhler appellierte an die Beschäftigten, gemeinsam an der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu arbeiten.

Trotz besserer Auftragslage schreibe die Stahlindustrie noch immer rote Zahlen. Saarstahl meldete für das Jahr 2020 ein Umsatz-Minus von 23,7 Prozent. Grund dafür seien hohe Rohstoffpreise.

Am Mittwochnachmittag findet eine zweite Betriebsversammlung im Autokino auf dem Gelände des Weltkulturerbes Völklingen statt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 24.03.2021 berichtet.

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