Ein Baukran ist über einem Neubau (Foto: picture alliance / Carsten Rehder/dpa)

Saarlouis diskutiert weiter über Sozialquote beim Bau

Patrick Wiermer   24.10.2019 | 07:00 Uhr

Der Bauausschuss der Stadt Saarlouis hat den Antrag der SPD zur Einführung einer 30-Prozent-Sozialquote beim Neubau von Mehrfamilienhäusern am Mittwochabend abgelehnt. Ganz vom Tisch ist das Thema damit aber nicht. Nun sollen andere Wege gefunden werden, um günstigen Wohnraum zu schaffen.

Die SPD hatte in ihrem Antrag ursprünglich eine Quote von 25 bis 30 Prozent gefordert. So viele Wohnungen sollen demnach in Neubauten mit mehr als fünf Wohneinheiten als sozialer oder bezahlbarer Wohnraum entstehen. Die SPD erhoffte sich davon gerade im Innenstadtbereich eine stärkere Durchmischung verschiedener sozialer Schichten.

Verwaltung soll Quote prüfen

Dieser Antrag wurde nach Information der SPD-Fraktion jedoch von CDU und Grünen abgelehnt. Die CDU brachte daraufhin einen eigenen Vorschlag ein, mit dem die Verwaltung die Einführung einer Sozialquote zunächst grundsätzlich prüfen soll.

Daraufhin schlug die SPD als Ergänzung vor, einen sogenannten Wohnungsgipfel abzuhalten, um die Möglichkeiten der rechtlichen Regulierung des Wohnungsmarktes zu diskutieren. Dieser Antrag wurde einstimmig beschlossen. Das Thema wird nun erneut im Ausschuss behandelt.


Hintergrund

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 24.10.2019 berichtet.

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