Eine Frau fährt mit ihren Fahrrad auf einem Radweg. (Foto: dpa/Daniel Bockwoldt)

Saarland gibt mehr Geld für Radfahrer aus

Lena Schmidtke   01.07.2020 | 11:46 Uhr

Fahrradfahren hat in Corona-Zeiten einen echten Hype erfahren. Saarlands Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) will die Gunst der Stunde nutzen und hat am Dienstag angekündigt, das Fortbewegungsmittel Fahrrad im Saarland weiter etablieren zu wollen. Grünen-Chef Markus Tressel kritisiert die Pläne als nicht ausreichend.

Unter "fahrrad.saarland“ hat das saarländische Verkehrsministerium am Dienstag eine neue Plattform veröffentlicht, die über Projekte und Beratungsangebote rund um das Thema Fahrrad informiert und auf der das Radverkehrsnetz des Saarlandes abrufbar ist.

Damit will Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) mehr Saarländer zum Radfahren ermutigen. Außerdem plant Rehlinger, intensiver mit Städten und Gemeinden zusammenzuarbeiten. So soll es ab November die Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Kommunen" als zentrale Anlaufstelle geben.

Neuer Radschnellweg ein Thema

Aber auch überörtlich soll das Radwegenetz im Saarland verbessert werden: Zwischen Bildstock und Merchweiler soll beispielsweise ab Herbst ein neuer Radweg gebaut werden. Auch eine Radschnellstraße hält Rehlinger für denkbar: etwa von Völklingen, über die Universität des Saarlands bis nach St. Ingbert, um in den Hauptverkehrszeiten den Verkehrsstau leichter umgehen zu können. 2,3 Millionen Euro hat das Verkehrsministerium für den Ausbau des Radwegenetzes 2020 eingeplant, 2016 waren es lediglich 500.000 Euro.

Kritik der Grünen

Der Grünen-Landesvorsitzende Tressel kritisierte Rehlingers Pläne als nicht ausreichend. Statt den Radverkehrsplan von 2011 konsequent abzuarbeiten, bewege sich der Ausbau des Radwegenetzes im Schneckentempo. Tressel forderte ein eigenes saarländisches Fahrradgesetz, in dem unter eine Priorisierung von Radfahrern gegenüber dem Autoverkehr und Radwege entlang von Bundes- und Landesstraßen festgeschrieben sein sollen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 30.06.2020 berichtet.

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