Menschen nähern sich einem Schild mit der Aufschrift «Kontrola Graniczna» («Grenzkontrolle») am polnisch-ukrainischen Grenzübergang.  (Foto: picture alliance/dpa/PAP | Wojtek Jargilo)

Saarland bereitet sich auf Flüchtlinge aus Ukraine vor

  24.02.2022 | 19:53 Uhr

Das Saarland bereitet sich angesichts des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine auf die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine vor. Saar-Innenminister Klaus Bouillon sicherte den Menschen aus der Ukraine bedingungslose Solidarität zu.

Nachdem Russland am Donnerstagmorgen eine Militäroffensive gegen die Ukraine gestartet hat, bereitet sich ganz Deutschland und damit auch das Saarland darauf vor, dass Kriegsflüchtlinge in die Bundesrepublik fliehen werden.

Ottweiler sucht Wohnungen für ukrainische Flüchtende per Facebook
Audio [SR 1, (c) Verena Sierra, 25.02.2022, Länge: 02:01 Min.]
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„Es ist grausam, erschütternd und war lange Zeit unvorstellbar, dass wir in Europa erneut mit einem Krieg konfrontiert werden“, so der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU). Die Landesregierung verurteile die Angriffe Russlands ebenso wie die Bundesregierung aufs Schärfste.

Infrastruktur schaffen

Bouillon erklärte, man müsse eine angemessene und tragfähige Infrastruktur schaffen, um möglichen Flüchtlingen eine sichere Unterkunft und Versorgung bieten zu können. Das Saarland stehe „bedingungslos solidarisch zu den Ukrainerinnen und Ukrainern.“ Es sei mit Blick auf die aktuelle Lage nötig, schnell Vorkehrungen zu treffen, um auf die Folgen des Krieges gut vorbereitet zu sein.

Das Land befinde sich derzeit im Austausch und in Verhandlungen darüber, wo Flüchtlinge potenziell untergebracht werden können. Am 1. März soll es dazu ein Gespräch mit dem Innenminister, den kommunalen Spitzenorganisationen sowie Vertretern der Wohlfahrtsverbände und anderen Ressorts geben.

Zudem laufe bereits eine Leerstandsabfrage in einzelnen Kommunen. In der aktuellen Situation könne aber noch nicht fundiert prognostiziert werden, wie stark die Flüchtlingsbewegung ausfallen werde. Fest stehe aber bereits: Aktuell werde niemand in die Ukraine abgeschoben oder zurückgeschickt.

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