An der Saarbrücker Ludwigskirche (Foto: SR)

Das Saarland im Ost-West-Vergleich

  03.10.2018 | 09:22 Uhr

Regelmäßig zum Tag der Deutschen Einheit stellt die Bundesregierung ihren Jahresbericht vor. Das Ergebnis in diesem Jahr: Die östlichen Länder liegen nach wie vor deutlich hinter dem Westen zurück. Aber auch das Saarland hinkt in vielen Punkten der westlichen Entwicklung hinterher.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 35.460 Euro pro Einwohner liegt das Saarland deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (39.477 Euro). Noch deutlicher ist der Abstand zu den übrigen westdeutschen Ländern. Hier kommen im Durchschnitt 41.659 Euro auf jeden Einwohner. Nur Rheinland-Pfalz (35.455 Euro) und Schleswig-Holstein (32.342 Euro) erzielen noch schlechtere Ergebnisse. Noch weiter darunter liegen allerdings die ostdeutschen Bundesländer: Hier erwirtschaftete jeder Einwohner im Durchschnitt nur 28.343 Euro.

Arbeitslosigkeit über Bundesschnitt

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In den meisten Bundesländern ist die Bevölkerung im vergangenen Jahr geringfügig gestiegen. Im Saarland sieht es allerdings anders aus.

Bei der Erwerbsquote liegt das Saarland 2017 mit 76 Prozent knapp unter dem Bundesschnitt (78,2 Prozent). Die Arbeitslosigkeit fällt im Saarland etwas höher aus: 6,7 Prozent stehen hier 5,3 Prozent im Bund gegenüber. Aber nicht nur in den östlichen, sondern auch in einigen westdeutschen Ländern ist die Quote teils deutlich höher als im Saarland.

Punkten kann das Saarland bei der Investitionsquote: Hier liegt das Land mit 9,1 Prozent über dem westdeutschen Schnitt (8,2 Prozent) und nur knapp unter dem bundesweiten Wert von 9,2 Prozent. Allerdings investieren die ostdeutschen Länder mit durchschnittlich 12,3 Prozent deutlich mehr.

Bei der Bevölkerungsentwicklung hat das Saarland mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie der Osten. Anders als in den meisten anderen Bundesländern geht hier die Bevölkerung weiter zurück.

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