Drei Kinder halten Geldmünzen in den Händen.  (Foto: dpa/Patrick Seeger)

Saarland unterstützt Kindergrundsicherung

Karin Mayer   24.11.2020 | 16:37 Uhr

Vor der virtuellen Konferenz der Sozialminister der Länder am Donnerstag fordert der Saarland Sozialgipfel ein klares Bekenntnis der Landesregierung zur Kindergrundsicherung. Laut Medienberichten wollen sich 14 Länder für die Kindergrundsicherung aussprechen. Das Saarland gehört dazu.

Im Saarland sind 22,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Kinderarmut bedroht, mehr als im Bundesdurchschnitt (20,5  Prozent). Anne Fenne von der Liga der freien Wohlfahrtsverbände sagte, es sei wichtig, dass das Saarland sich für die Kindergrundsicherung einsetze.

Wolfgang Edlinger von der saarländischen Armutskonferenz sieht die Kindergrundsicherung als wichtigen Schritt, um Kinderarmut zu verhindern.  Ein Systemwechsel sei nötig, weil derzeit Kindergelderhöhungen mit dem Hartz IV-Satz verrechnet würden. Diese Ungerechtigkeit müsse beseitigt werden.

DGB: Kindergrundsicherung ist treffsicherer

Thomas Otto von der Arbeitskammer des Saarlandes betonte, je länger Kinder in Armut lebten, desto negativer seien die Folgen. DGB-Chef Eugen Roth sagte, eine Kindergrundsicherung sei treffsicherer und unbürokratischer als das Kindergeld. Deshalb müsse sie eingeführt werden.

Auch Bachmann plädiert dafür

Am Donnerstag treffen sich die Arbeits- und Sozialminister der Länder, um über das Thema Kindergrundsicherung zu sprechen. Laut Medienberichten wollen sich 14 Länder für die Kindergrundsicherung aussprechen - darunter auch das Saarland, wie Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) auf SR-Anfrage mitteilte.

Gleiche Bildungschancen und soziale Teilhabe seien für Kinder wichtig, so Bachmann. Beim Treffen mit den Sozialministern der Länder werde sie deshalb dem Beschluss zustimmen, eine Kindergrundsicherung einzuführen. Die Saar-SPD sowie Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) hatten sich im Vorfeld bereits dafür ausgesprochen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 24.11.2020 berichtet.

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