Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebes (Foto: dpa/Carsten Rheder)

2,2 Prozent weniger Erwerbstätige im Saarland

  11.02.2021 | 13:49 Uhr

Von einem Rekordniveau im Vorjahr ist die Zahl der Erwerbstätigen im Saarland 2020 um 2,2 Prozent zurückgegangen. So groß war das Minus in keinem anderen Bundesland. Besonders betroffen war das produzierende Gewerbe.

Die Corona-Pandemie hat im Saarland besonders starke Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten. Durchschnittlich waren 2020 nach Angaben des Statistischen Landesamtes in der saarländischen Wirtschaft 523.300 Personen erwerbstätig. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Ländervergleich weist das Saarland den stärksten Rückgang aus. Bundesweit sank die Zahl der Erwerbstätigen nach ersten Berechnungen um 1,1 Prozent auf 44,8 Millionen.

Besonders betroffen war das Produzierende Gewerbe im Saarland. Es büßte 4,7 Prozent an Stellen gegenüber dem Vorjahr ein und beschäftigt nun 132.500 Erwerbstätige. Allein im Verarbeitenden Gewerbe, also etwa im Maschinen- und Fahrzeugbau, belief sich das Minus auf 6,0 Prozent.

Zuwachs bei öffentlichen Dienstleistern

Auch in der Finanz-, Versicherungs- und Immobilienwirtschaft ging die Beschäftigtenzahl deutlich zurück. Mit 82.100 Beschäftigten waren es 3,7 Prozent weniger als noch 2019. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation betrug das Minus 2,6 Prozent (126.100 Erwerbstätige).

Etwas weniger stark fiel der Rückgang im Dienstleistungsbereich aus. Dort gab es insgesamt 388.400 Erwerbstätige, ein Minus von 1,3 Prozent. Im Baugewerbe wurde das Vorjahresniveau laut Statistischem Amt nur leicht unterschritten. 

Einen Zuwachs gab es bei öffentlichen und sonstigen Dienstleistern. Dort stieg die Zahl der Beschäftigten um 0,8 Prozent auf 180.100 Personen.

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