Ein Intensivpfleger arbeitet in Schutzausrüstung auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einem Corona-Patienten.  (Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

Saar-Regierung befürwortet Hospitalisierungsrate

  31.08.2021 | 20:07 Uhr

Die Landesregierung begrüßt die Entscheidung des Bundeskabinetts, dass die Hospitalisierungsrate künftig das entscheidende Kriterium zur Beurteilung der Corona-Lage sein soll. Im Saarland gebe es bereits jetzt keine Maßnahmen mehr, die allein auf der Sieben-Tage-Inzidenz fußen.

Das Bundeskabinett hatte am Dienstagmittag den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abgesegnet, die Pandemie anhand neuer Indikatoren zu bewerten. Maßgebend soll dabei nicht mehr die Sieben-Tage-Inzidenz sein, sondern die Hospitalisierungsrate, also die Zahl der in den regionalen Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Zeyer verweist auf Saarland-Modell

Daneben sollen, wie es in dem Vorschlag heißt, „weitere Indikatoren“ berücksichtigt werden, unter anderem eine nach Altersgruppen differenzierte Sieben-Tage-Inzidenz, die verfügbaren Intensivkapazitäten und die Impfquote.

Saar-Regierungssprecher Alexander Zeyer teilte auf SR-Anfrage mit, dass im Saarland bereits seit Inkrafttreten des Saarland-Modells im Frühjahr keine Maßnahmen mehr veranlasst würden, die allein auf den Inzidenzwerten beruhten. Man orientiere sich an der Krankenhausbelegung sowie an der Impf- und Testquote. Daher begrüße man die Entscheidung der Bundesregierung.

Über dieses Thema hat auch der „aktuelle bericht“ vom 31.08.2021 berichtet.

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