Aufzüge (Foto: dpa/Martin Schutt)

Saarland prüft Sicherheit von Aufzügen

  20.12.2020 | 16:27 Uhr

Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) prüft 2021 die Sicherheit von Aufzugsanlagen im Saarland. Denn ab dem Jahreswechsel gibt es laut saarländischem Verbraucherschutzministerium eine Zwei-Wege-Notrufsystem-Pflicht in Aufzügen.

Seit Mitte 2016 ist schon ein Notfallplan für Aufzugsanlagen vorgeschrieben. Die für ältere Aufzugsanlagen geltende Übergangsfrist endet zum Jahresende. Der Betrieb einer Aufzugsanlage ohne Zwei-Wege-Notrufsystem oder ohne Hilfsmittel zur Befreiung eingeschlossener Personen ist ab dem Jahreswechsel unzulässig und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, erklärt das saarländische Verbraucherschutzministerium.

Sicher auch bei Stromausfall

"Das vorgeschriebene Zwei-Wege-Kommunikationssystem im Fahrkorb einer Aufzugsanlage muss die Sprachkommunikation mit dem Notdienst in beide Richtungen ermöglichen und fest mit der Aufzugsanlage verbunden sein", betont Saarlands Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD). Besonders wichtig sei auch, dass das Kommunikationssystem bei einem Stromausfall funktioniere. Die Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen der Helfer sollte außerdem eine halbe Stunde nicht überschreiten.

Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz prüft im Jahr 2021 dann nicht nur, ob die Notfallklingel und die Sprechanlage im Aufzug funktionieren, sondern auch, ob der Betreiber Hilfsmittel wie etwa eine Leiter oder ein Brecheisen in unmittelbarer Nähe der Anlage für den Notfall bereitstellt.

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