Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes (Foto: picture alliance/Oliver Dietze/dpa)

Risikogebiet Luxemburg stellt Grenzregion vor Herausforderungen

  28.09.2020 | 16:04 Uhr

Die erneute Einstufung Luxemburgs als Corona-Risikogebiet stellt das Saarland als direkte Grenzregion vor besondere Herausforderungen. Das sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Bund und Länder würden derzeit darüber beraten, weitere Erleichterungen im kleinen Grenzverkehr vorzunehmen.

"Wir alle müssen mit dieser neuen Situation verantwortungsbewusst umgehen", sagte Hans am Montag in Saarbrücken. "Wir sind eng mit Luxemburg vernetzt." Viele Saarländer arbeiteten nicht nur dort, sondern hätten auch Familie oder Freunde in Luxemburg - dasselbe gelte auch umgekehrt.

Ausnahmen von Quarantänepflicht

Deshalb gebe es bei der Einreise ins Saarland für bestimmte Personengruppen Ausnahmen von der zweiwöchigen Quarantänepflicht. Diese gelten für Berufspendler und Personen, die sich weniger als 72 Stunden in Luxemburg aufgehalten haben. Auch Personen mit einem triftigen Reisegrund - wie ein Arztbesuch, die Pflege von Angehörigen oder ein Studium - sind befreit.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte Luxemburg am vergangenen Freitag erneut zum Risikogebiet erklärt, nachdem die Infektionszahlen dort wieder gestiegen waren. Luxemburg war von Mitte Juli bis Mitte August schon einmal als Corona-Risikogebiet eingestuft worden.

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