Cyber-Kriminalität (Foto: SR)

Saarland will Pilotregion für Erste Hilfe bei Cyber-Notfällen werden

Jan Henrich / Onlinerfassung: Sandra Schick   06.07.2022 | 18:41 Uhr

Cyberkriminalität wird ein immer größeres Problem. Hundertausende Angriffe gibt es jeden Tag in Deutschland. Im Saarland soll nun ein neues Cyber-Sicherheitsnetzwerk entstehen, das Schutz und ein niedrigschwelliges Hilfsangebot im Ernstfall bieten soll.

400.000 Cyberangriffe gibt es nach Angaben des saarländischen Wirtschaftsministers Barke jeden Tag in Deutschland. Insbesondere die Zahl sogenannter Ransomware-Attacken habe zugenommen.

Dabei legen Hacker mit Hilfe von Verschlüsselungssoftware Computernetze lahm und fordern anschließend hohe Summen, um die Daten wieder freizugeben.

Betroffen seien nicht nur große Unternehmen, sondern immer häufiger würden auch kleine Betriebe Opfer solcher Attacken, so Barke.

Video [aktueller bericht, 06.07.2022, Länge: 02:56 Min.]
Digitale Rettungskette für kleine und mittelständische Unternehmen

Erste Hilfe im Cybernotfall

Ein neues Cyber-Sicherheitsnetzwerk soll künftig besseren Schutz bieten und ein niedrigschwelliges Hilfsangebot im Ernstfall bieten, an das sich auch Privatpersonen wenden können.

Kern des Systems ist eine zentrale Anlaufstelle, die im digitalen Notfall Ersthilfe leistet und Experten für weitergehende Maßnahmen vermittelt.

Zwei Pilotregionen in Deutschland

Das Saarland ist damit bundesweit die zweite Region in Deutschland, die ein solches Sicherheitsnetzwerk aufstellt. Das Pilotprojekt war im vergangenen Jahr in Bonn gestartet.

Die Hilfsstruktur entsteht in Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI. Die Bundesbehörde hatte im Sommer vergangenen Jahres eine Außenstelle im Saarland eröffnet.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 06.07.2022 berichtet.

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