Biologisch angebautes Obst und Gemüse (Foto: picture alliance/Jörg Carstensen/dpa)

Land will Öko-Anbau weiter vorantreiben

Carolin Dylla / Onlinefassung: Kai Forst   27.11.2018 | 17:54 Uhr

Die Landesregierung will die Förderung des Öko-Landbaus im Saarland ausweiten. Laut Umweltminister Reinhold Jost (SPD) soll bis 2025 ein Viertel der landwirtschaftlichen Flächen im Saarland für den Öko-Landbau verwendet werden. Grund ist das große Interesse von Landwirten, auf Bio-Anbau umzustellen.

Video [aktueller bericht, 27.11.2018, Länge: ab Min. 16:08]
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Was den Öko-Landbau angeht, liegt das Saarland laut Umweltminister Jost im Ländervergleich schon jetzt vorn. „Das Saarland ist derzeit mit rund 16 Prozent Öko-Flächenanteil Spitzenreiter der Bundesländer, obwohl wir in den letzten beiden Jahren nach einem unerwarteten Umsteller-Boom keine weiteren Betriebe in die Förderung mehr aufnehmen konnten", sagte Jost am Dienstag. Und es soll weitergehen: Bis 2025 soll ein Viertel der Flächen im Saarland ökologisch bewirtschaftet werden. Heißt in Zahlen: 7500 Hektar zusätzlich für die Bio-Landwirtschaft.

23 Millionen für den Öko-Landbau

Dafür hat die Landesregierung auch die Förderkriterien überarbeitet. Laut dem Umweltminister soll zum Beispiel die Vergabe nicht auf einmal, sondern stufenweise erfolgen. Außerdem werden Anträge nicht mehr in der Reihenfolge der Bewerbungen bewilligt – sondern nach einem Punktesystem, das auch die Qualität der Produkte berücksichtigen soll. Knapp 23 Millionen Euro will die Landesregierung für die Förderung des Öko-Landbaus bereitstellen – mehr als doppelt so viel wie bisher. Das Geld kommt zum Teil auch vom Bund und von der EU. Landwirte können sich ab dem kommenden Jahr auf Förderung bewerben – ausgezahlt werden die Förderprämien aber erst ab 2021.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 27.11.2018 berichtet.

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