Ein Lastwagen transportiert Sperrmüll (Foto: picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)

Velsen und Neunkirchen verbrennen Müll aus Ahrweiler

mit Informationen von Martin Brinkmann und Karin Mayer   17.08.2021 | 15:58 Uhr

Bei der Flutkatastrophe in Ahrweiler ist mehr Abfall angefallen, als regional entsorgt werden kann. Im Saarland werden deshalb in den Müllverwertungsanlagen Velsen und in Neunkirchen viele Tonnen Sperrmüll aus dem Flutgebiet verbrannt.

Rund 5000 Tonnen Sperrmüll aus den Flutgebieten übernimmt die Müllverwertungsanlage des EVS Velsen. Spezialunternehmen mussten den Müll zunächst sortieren und häckseln, bevor er in die Müllverwertungsanlage kam.

Hilfe aus Frankreich

Die Anlage dort kann in Notlagen flexibel reagieren - auch dank Hilfe aus Frankreich, erklärt Geschäftsführer Stefan Kunz: „Bei den besonderen Anforderungen in Ahrweiler war es klasse, dass sich die Franzosen bereiterklärt haben, ihr Kontingent etwas zurückzunehmen.“

Das geschehe in der Müllverwertungsanlage Velsen auch bei anderen Spitzen - in Frankreich werde der Müll zeitweise deponiert, sodass der EVS dann in der Anlage Velsen mehr verbrennen könne.

Mit der Hilfsaktion sollen die Kommunen des Katastrophengebietes entlastet werden. In in der Müllverwertungsanlage Velsen werde bei der Müllentsorgung Wärme und Strom erzeugt.

Neunkirchen übernimmt ebenfalls Müll

Auch das Abfallheizkraftwerk in Neunkirchen hat laut Betreiber Energy from Waste nach eigenen Angaben seit Anfang des Monats jede Woche etwa 300 Tonnen Hochwasserabfälle übernommen.


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Über dieses Thema berichtet auch der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 17.08.2021.

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