Babyschuhe stehen vor einem Paar (Foto: Imago/Shotshop)

Anträge für Kinderwunschbehandlungen können gestellt werden

  07.01.2022 | 13:48 Uhr

Seit Jahresbeginn können Paare mit unerfülltem Kinderwunsch auch im Saarland finanzielle Unterstützung bekommen, wenn sie Kinderwunschbehandlungen durchführen möchten. Die Anträge werden beim Landesamt für Soziales gestellt.

Zum 1. Januar 2022 ist im Saarland ein neues Förderprogramm zur Kinderwunschbehandlung gestartet. Ab sofort können die Anträge zum beim Landesamt für Soziales eingereicht werden.

Alle Informationen rund um die Antragsstellung und die entsprechenden Formulare sind auf der Webseite www.kinderwunsch.saarland.de zu finden.

Ministerium rechnet mit etwa 300 Anträgen

Das saarländische Sozialministerium teilte bereits im November mit, es rechne mit etwa 300 Förderanträgen pro Jahr.

Bundesweit habe fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch und sei auf medizinische Hilfe angewiesen. Die Kosten der teuren reproduktionsmedizinischen Behandlungen seien für viele Paare eine erhebliche finanzielle Belastung.

100.000 Euro Landesmittel

Insgesamt stehen nach Ministeriumsangaben Landesmittel von 100.000 Euro pro Jahr zur Verfügung, um Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch bei einer reproduktionsmedizinischen Behandlung zu unterstützen.

Wie in Rheinland-Pfalz werden auch im Saarland nicht nur heterosexuelle, sondern auch gleichgeschlechtliche weibliche Paare gefördert.

Das Bundesfamilienministerium fördert Kinderwunschbehandlungen bereits seit 2012. Zwölf Bundesländer sind der Initiative bisher beigetreten. Das Saarland und Bremen sind seit 2022 neu dabei.

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