Computeranimation zeigt den ESA-Satelliten "Rosetta" bei seiner Annährung an die Erde. (Foto: dpa)

Saarländisches Potenzial für Raumfahrt-Projekte

Uli Hauck   03.06.2019 | 17:45 Uhr

Der Esa-Astronaut und Saarland-Botschafter Matthias Maurer hat am Montag Vorschläge für eine wirtschaftliche und wissenschaftliche Beteiligung des Saarlandes an Raumfahrtprojekten gemacht. Chancen sieht Maurer in den Bereichen künstliche Intelligenz und 3D-Druck.

Interview: "Ich hoffe, dass wir einen Pool an Akteuren im Saarland zusammenbringen"
Audio [SR 3, Interview: Nadine Thielen, 04.06.2019, Länge: 03:36 Min.]
Interview: "Ich hoffe, dass wir einen Pool an Akteuren im Saarland zusammenbringen"

Konkret sieht Maurer großes Potential im Bereich der Datenverwertung – beispielsweise bei Satelliten. Deren Zahl werde von aktuell 2000 auf 20.000 ansteigen, dafür würden wiederum Steuerungssysteme mit künstlicher Intelligenz benötigt. Hier sei das Saarland – aus Sicht Maurers - das führende Bundesland.

Ebenfalls Chancen sieht der Esa-Astronaut im 3D-Druck, da dadurch leichtere und leistungsstärkere Teile gebaut werden können. Aus Projekten der europäischen Raumfahrtagentur entstehen nach Angaben Maurers jährlich bis zu 150 Start-Ups. In der Fraktionssitzung der CDU im Landtag, bei der Maurer zu Gast war, regte er zudem eine Zusammenarbeit mit Luxemburg an. Denkbar sei etwa ein Master-Studiengang „Raumfahrt“.

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