CDU-Logo (Foto: picture alliance/Boris Roessler/dpa)

Saar-CDU kritisiert Bundespartei

Janek Böffel   28.09.2021 | 07:02 Uhr

Die Saar-CDU hat nach der Niederlage bei der Bundestagswahl Vorwürfe in Richtung Bundespartei erhoben. Landesvorstand und Landtagsfraktion beklagten die fehlende Basis für Armin Laschet in Partei und Bevölkerung und einen zu späten Einstieg in den Wahlkampf.

Der falsche Kandidat und die falsche Kampagne: Die Botschaft Richtung Konrad-Adenauer-Haus aus dem Saarland war beim Treffen von Landesvorstand und Landtagsfraktion in Dudweiler am Montagabend eindeutig. Nicht nur die fehlende Basis für Armin Laschet in Partei und Bevölkerung sei ein Problem gewesen, sondern auch der späte Einstieg in den Wahlkampf.

Man habe nicht geschlossen hinter dem Kandidaten gestanden und die Inhalte nicht vermitteln können, sagte JU-Chef Johannes Schäfer. Und so gab es dann auch viele Stimmen, die für den Gang in die Opposition im Bund plädierten, auch wenn es am Ende keinen offiziellen Beschluss des Landesverbandes gab.

Saar-CDU kritisiert Bundespartei
Audio [SR 3, Janek Böffel, 28.09.2021, Länge: 04:04 Min.]
Saar-CDU kritisiert Bundespartei

Katastrophales Abschneiden im Saarland

Aber auch das katastrophale Abschneiden im Saarland beschäftigte die Partei. Nicht nur, dass die SPD alle vier Wahlkreise gewinnen konnte, sondern wie, und dass selbst Hochburgen wie St. Wendel verloren gingen, hat die Partei spürbar getroffen.

Gleichzeitig versuchte die Partei zu vermitteln, dass sich daraus keine Tendenz für den Landtagswahlkampf ablesen lasse. Man arbeite in der großen Koalition gut zusammen, sagte die Vorsitzende der Frauen-Union und Finanzstaatsekretärin Anja Wagner-Scheid, das solle auch weitergehen. Eine klare Abgrenzung zwischen CDU und SPD sei allerdings notwendig.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 28.09.2021 berichtet.

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