Geld in Geldbeutel (Foto: SR)

Saarland im Mittelfeld bei Armutsgefährdung

  13.08.2020 | 11:50 Uhr

Das Saarland liegt mit einer Quote von 17 Prozent im bundesweiten Vergleich bei der Armutsgefährdung im Mittelfeld. Das geht aus einer Studie des Statistischen Bundesamts hervor. Das höchste Armutsrisiko haben Menschen in Bremen (24,9) das geringste in Bayern (11,9 Prozent).

Gemessen an der Armutsgefährdungsschwelle des Bundes hatte das Saarland im vergangenen Jahr eine Quote von 17 Prozent. Der Bundesdurchschnitt lag bei 15,9 Prozent. Im vergangenen Jahr lag die Quote im Saarland bei 16 Prozent, das entspricht dem Wert von vor zehn Jahren.

Alleinerziehende besonders gefährdet

Besonders zwei Gruppen sind auffällig oft von Armut bedroht. Mehr als jeder zweite erwerbslose Saarländer ist armutsgefährdet (58,3). Die zweite Gruppe sind Alleinerziehende, sie haben mit 47,9 Prozent ein hohes Armutsrisiko.

Was heißt armutsgefährdet?

Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung zur Verfügung hat.

Bundesweit sind heute im Westen Deutschlands mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren (15,4 Prozent gegenüber 13,2 Prozent). In den östlichen Bundesländern, mit Ausnahme von Berlin, ist die Armutsgefährdungsquote im Zehnjahresvergleich zurückgegangen. Waren es 2009 noch 19,5 Prozent, liegt die Quote 2019 bei 17,9 Prozent.

Am stärksten erhöhte sich das Armutsrisiko in Bremen um 4,8 Prozentpunkte auf 24,9 Prozent. Der Rückgang war mit 3,7 Prozentpunkten in Mecklenburg-Vorpommern (19,4) am stärksten.

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