Makroaufname von Borkenkäfer in einer Fichte (Foto: Imago Images/agrarmotive)

Mehr Schadholz im Saarland

mit Informationen von Lena Schmidtke und Emil Mura   04.08.2021 | 20:03 Uhr

Im Saarland ist der Anteil an gefälltem Schadholz in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Schuld daran sind vor allem Insekten.

Im Saarland macht Schadholz demnach 63 Prozent des gesamten gefällten Holzes im vergangenen Jahr aus. Im Jahr 2018 waren es noch 29 Prozent, im Jahr 2016 nur knapp acht Prozent. In ganz Deutschland hat sich der Schadholzeinschlag innerhalb von fünf Jahren mehr als verzehnfacht.

Neben Stürmen, Schnee und Trockenheit leiden die Bäume hauptsächlich unter Insekten. Die sind im Saarland für rund die Hälfte des im Jahr 2020 gefällten Schadholzes verantwortlich. Der Bundesschnitt lag bei knapp 75 Prozent. Besonders der Borkenkäfer bereitet den saarländischen Bäumen Probleme, teilt der Saarforst mit.

Video [aktueller bericht, 04.08.2021, Länge: 2:52 Min.]
Regenfälle reichen für die Bäume nicht aus

Vergangene Jahre zu heiß und zu trocken

Durch das heiße und relativ trockene Wetter in den letzten Jahren gäbe es optimale Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen für die Käfer, die überwiegend Fichten befallen. Um die umliegenden gesunden Bäume zu schützen, werden diese gefällt. Mittlerweile sind über die Hälfte der saarländischen Fichten beschädigt.

Trotz des vielen Regens in diesem Sommer beobachtet der Saarforst, dass zahlreiche Bäume ums Überleben kämpfen, denn die Dürresommer in den vergangenen Jahren haben ihnen stark zugesetzt. Unter anderem Buchen und Eichen leiden unter Trockenschäden.

Über dieses Thema haben auch die SR3-Rundschau und die Sendung aktueller bericht im SR-Fernsehen vom 04.08.2021 berichtet.

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