Blaualgen (Foto: dpa/Nicolas Armer)

Umweltministerium warnt vor Blaualgen auf der Saar 

  13.08.2020 | 13:41 Uhr

Infolge der hohen Temperaturen breiten sich derzeit wieder Blaualgen auf der Saar aus. Das saarländische Umweltministerium warnt vor möglichen Gesundheitsgefahren für Mensch und Hund durch kontaminiertes Wasser.

Die blau-grün schimmernden Teppiche in den langsam fließenden Abschnitten der Saar seien laut saarländischem Umweltministerium derzeit nicht zu übersehen. Blaualgen sind Bakterien, sogenannte Cyanobakterien, die überall in Gewässern vorkommen. In normalen Konzentrationen seien sie ungefährlich, wenn sie sich aber in heißen Sommern massenhaft vermehren, sei Vorsicht geboten, teilt das Ministerium mit.

Von Übelkeit bis Durchfall

Denn Blaualgen können Toxine, organische Giftstoffe, bilden. Bei direktem Kontakt kann es zu Haut-, Schleimhaut- oder Augenreizungen kommen. Beim Schlucken kontaminierten Wassers können als Reaktion Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auftreten.

"Da die Saar aber eine Schifffahrtstraße ist und kein Badegewässer, raten wir ohnehin wegen der Gefahren dringend vom Schwimmen in der Saar ab", betont Saarlands Umweltminister Reinhold Jost (SPD).

Auch Hundebesitzer sollten ihre Vierbeiner von dem Saarwasser fernhalten. Im schlimmsten Fall kann der Kontakt mit dem kontaminierten Wasser für die Tiere tödlich enden.

Situation kann sich verschärfen

Die Konzentrationen der Blaualgen seien laut Umweltministerium entlang der Saar unterschiedlich ausgeprägt. In den Oberwässern der Staustufen wurden Konzentrationen gemessen, die für ein Badegewässer im Bereich der Warnstufe lagen. Diese Blaualgenblüten können laut Ministerium bei lange andauernder, warmer Wetterlage in den nächsten Tagen noch deutlich zunehmen.

Wegen Blaualgen-Alarm wurde für den Stockweiher in Lothringen bereits Anfang der Woche ein Badeverbot erteilt.

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