Schlagloch auf einer Straße (Foto: dpa/Sebastian Kahnert)

Saarländische Bundesstraßen in schlechtem Zustand

Sandra Schick   30.03.2019 | 12:43 Uhr

Die Bundesstraßen im Saarland sind in keinem guten Zustand. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht, muss rund jeder vierte Bundesstraßenkilometer aufgrund der schlechten Fahrbahn zeitnah überprüft werden.

Der Zustand von Fahrbahnoberflächen wird mit einer fünfstufigen Skala erfasst. Im Saarland fallen aktuell rund 24 Prozent der Bundesstraßenkilometer und sechs Prozent der Autobahnen in die schlechteste Kategorie. Das bedeutet, dass bei diesen Straßen "zeitnah verkehrsrechtliche oder bauliche Maßnahmen geprüft werden müssen", so die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die FDP-Anfrage.

Ausgaben für Sanierung haben sich verdoppelt

Nach Ansicht der FDP-Fraktion wurde in der Vergangenheit zu wenig Geld in den Erhalt investiert. "Die Planungen des Bundes, hier zu sparen, gehen in die falsche Richtung. Planen und Bauen muss beschleunigt werden", so der saarländische FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic.

Allerdings haben sich nach Angaben der Bundesregierung in den letzten zehn Jahren die Ausgaben für die Sanierung von Bundestraßen verdoppelt. Von rund 520 Millionen auf über eine Milliarde Euro im Jahr 2017. Jedoch plant die Bundesregierung für das Jahr 2019 vorläufig nur mit Ausgaben von 834 Mio. Euro für die Bundesstraßen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.03.2019 berichtet.

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