Schachteln mit dem Corona-Impfstoff AstraZeneca. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire | Gareth Fuller)

Saarland gibt AstraZeneca-Dosen an Entwicklungsländer

Steffani Balle   20.07.2021 | 09:20 Uhr

Aus dem Saarland werden 6000 nichtgenutzte Dosen AstraZeneca-Impfstoff an Entwicklungsländer geliefert. Das wurde im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz am Montag beschlossen. Außerdem berieten die Minister über Auffrisch-Impfungen.

Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) haben beschlossen, 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer zu liefern. Darunter sind auch 6000 ungenutzte Impfdosen von AstraZeneca aus dem Saarland. Vorbereitungen für die Lieferung laufen, erklärte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).

Der Beschluss, übrig gebliebene AstraZeneca-Impfdosen zu verschenken anstatt sie wegzuwerfen, sei einstimmig gewesen, betonte Bachmann auf SR-Anfrage. Wann und wohin genau der Impfstoff geliefert werde, stehe noch nicht fest. Das solle aber so schnell wie möglich geklärt werden.

Auffrisch-Impfungen womöglich ab Herbst

Ein weiteres Thema der Gesundheitsministerkonferenz waren die Auffrisch-Impfungen. Bachmann wünscht sich einen deutschlandweiten Start im Oktober. Zunächst würden die Einrichtungen der Altenpflege durch mobile Teams geimpft. Der Abstand zwischen Erst- und Auffrisch-Impfung läge dann bei etwa zehn Monaten.

Eine generelle Empfehlung dafür gebe es noch nicht, sagte Bachmann. Klar ist, dass es eine einmalige Impfung mit einem mRNA-Impfstoff sein soll, also mit Moderna oder Biontech. Und dies unabhängig davon, mit welchem Impfstoff die ersten beiden Impfungen durchgeführt wurden.

Kritik an Bachmanns Plänen kam von der Kassenärztlichen Vereinigung im Saarland.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 20.07.2021 berichtet.

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