Ukraine. In einem mobilen Hospital kümmern sich Ärzte um Verwundete. (Foto: picture alliance / Pacific Press | Michael Nigro)

Saarländische Ärzte wollen in der Ukraine helfen

  20.04.2022 | 14:19 Uhr

Viele deutsche Ärzte wollen Kriegsverletzten vor Ort in der Ukraine helfen. Über ein entsprechendes Onlineportal der Bundesärztekammer haben sich auch acht Mediziner aus dem Saarland registriert.

Seit knapp zwei Monaten herrscht in der Ukraine Krieg. Viele Tausend Menschen wurden getötet oder verletzt, die humanitäre Situation in einigen Landesteilen spitzt sich zu.

Rund 1100 Ärztinnen und Ärzte aus Deutschland haben sich grundsätzlich bereit erklärt, direkt in der Ukraine vor Ort Verletzte und Kranke zu versorgen. Sie haben sich nach Angaben der Bundesärztekammer über ein speziell eingerichtetes Onlineportal für die Hilfe in der Ukraine oder den Anrainerstaaten registriert. Darunter sind auch acht Mediziner aus dem Saarland, wie die Ärztekammer auf SR-Anfrage mitteilte.

Möglicher Einsatzbereich derzeit in Abstimmung

Die Bundesärztekammer ist laut Ärztepräsident Klaus Reinhardt derzeit in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt, dem Bundesgesundheitsministerium und den Botschaften vor Ort, wie die Ärzte sinnvoll eingesetzt werden können.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) versicherte auf Twitter, dass alles getan werde, die Mediziner dorthin zu vermitteln, "wo sie ohne unverantwortbare eigene Gefährdung helfen können".

Schon kurz nach dem Ausbruch des Krieges hatten die Krankenhausgesellschaft und die Ärztekammer in einem Schreiben an die Landesregierung ihre Unterstützung bei der Behandlung von Kriegsverletzten im Saarland angeboten.

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