Ein Angestellter sitzt am Schreibtisch (Foto: pixabay/StockSnap)

Saarländer haben wenig Probleme mit dem Chef

  27.11.2019 | 10:30 Uhr

Berufstätige im Saarland sind im Vergleich mit anderen Bundesländern offenbar zufriedener mit ihren Vorgesetzten und wechseln seltener ihren Beruf. Das hat eine aktuelle Studie ergeben. Außerdem sehen demnach insbesondere die Saarländer durch die Digitalisierung kaum eine Erleichterung der Arbeit.

Nur für jeden fünften Saarländer ist Ärger mit dem Chef einer der Hauptgründe für berufliche Belastung – so wenig wie in keinem anderen Bundesland. Im Bundesschnitt stimmten 23 Prozent dieser Aussage zu.

Zu diesem Ergebnis kommt eine YouGov-Umfrage im Auftrag der HDI. Sie hat weiterhin ergeben, dass Arbeitende im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz 1,7 Mal ihren Beruf wechseln, während es im Bundesdurchschnitt zwei Wechsel sind.

Selbstverwirklichung ist eher Nebensache

Die Saarländer arbeiten offenbar gerne: Laut der Umfrage würden nur 30 Prozent der Saarländer sofort ihre Arbeit aufgeben, wenn sie aus finanzieller Sicht nicht mehr arbeiten müssten, während es im Rest der Republik 42 Prozent sind.

Die Karriereambitionen sind dabei etwas niedriger. In Hessen und im Saarland ist es 60 Prozent der Befragten wichtig, sich selbst zu verwirklichen. Dem gegenüber stehen 67 Prozent im Bund.

Im Vergleich mit anderen Bundesländern sehen die Saarländer es als besonders schwierig an, Privatleben und Beruf zu vereinen. Allerdings geben nur elf Prozent der Arbeitenden an, dass die Hauptgründe für die persönliche, aktuelle berufliche Belastung in der ständigen Erreichbarkeit auch nach Feierabend liegen.

Wenig Erleichterung durch Digitalisierung

Im Saarland haben offenbar bundesweit die wenigsten Berufstätigen Vertrauen in die Unterstützung durch Digitalisierung: Nur 37 Prozent der Befragten sehen darin auf die Arbeit bezogen eine Erleichterung, im Bundesschnitt sind es 44 Prozent.

Für die „HDI Berufe Studie 2019“ hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov bundesweit 3647 Erwerbstätige im August 2019 befragt. Die Studie ist nach YouGov-Angaben auch für die Bundesländer repräsentativ.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.11.2019 berichtet.

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