Ein Arbeiter im Werk von Saarstahl (Foto: SR Fernsehen)

Hettrich will europäische Stahl-Allianz

Karin Mayer   21.10.2019 | 13:07 Uhr

Der Präsident des Saarhüttenverbandes, Albert Hettrich, fordert eine europäische Allianz der Stahlländer. Nur so könne sich die Stahlindustrie in Brüssel Gehör verschaffen.

Dem SR sagte er, die Sorgen der Stahlunternehmen seien inzwischen in der Bundespolitik angekommen – auch weil die konjunkturelle Lage in den Unternehmen schwieriger werde. Die Allianz für Stahl sei deshalb ein richtiger Schritt gewesen.

Rehlinger fordert Bundeshilfen

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte dem SR, die EU dürfe keine Umweltauflagen verlangen, die technisch nicht umsetzbar seien. Dafür setze sich die Allianz für Stahl ein. Sie sieht aber weiter Handlungsbedarf in Berlin. Deutschland wolle einen besonderen Weg beim Klimaschutz gehen. Deshalb seien Investitionshilfen aus Berlin für neue Technologien nötig, das habe beispielsweise Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) noch nicht verstanden.

Die Allianz für Stahl wurde vor einem Jahr beim nationalen Stahlgipfel in Saarbrücken gegründet.

IG Metall Völklingen zieht Bilanz
Ein Jahr Allianz für Stahl
Ein Jahr nach der Gründung der Allianz für Stahl ist die Lage in der Stahlindustrie schwieriger als zuvor. Das sagte Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen dem SR. Zwar seien sich politsch alle einig, dass die Stahlindustrie in Deutschland erhalten bleiben müsse. Die politischen Erfolge der Allianz seien aber überschaubar.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.10.2019 berichtet.

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