Saargummi (Foto: Imago images/Becker & Bredel)

Saargummi meldet Kurzarbeit an

Karin Mayer / Onlinefassung: Axel Wagner   16.01.2020 | 14:48 Uhr

Der Autozulieferer Saargummi CQLT hat Kurzarbeit angemeldet. Laut dem Betriebsratsvorsitzenden Arno Dühr handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme.

Dühr sagte dem SR, das Unternehmen reagiere damit auf schwankende Abrufe aus der Autoindustrie. Grundsätzlich habe Saargummi Aufträge aus der Autobranche, konjunkturell bedingt seien die Abrufzahlen der Hersteller derzeit aber nicht stabil. Die Kurzarbeit soll für ein Jahr gelten und betrifft den Automotiv-Bereich des Gummiherstellers.

Video [aktueller bericht, 16.01.2020, Länge: 2:54 Min.]
Kurzarbeit bei Saargummi

"Es wird keine schlimmen Folgen für das Unternehmen haben. Wir hatten im letzten Jahr starke Investitionen und auch in diesem Jahr wird es noch Investitionen geben. Das ist ein Zeichen für die Zukunft", sagte Dühr. Die Mitarbeiter müssten sich keine "großen Sorgen" machen. Auch befristete Verträge würden verlängert werden.

90 Prozent des Gehalts

Die Mitarbeiter sollen alle 14 Tage über die Umsetzung und den Bedarf an Kurzarbeit informiert werden. Das Unternehmen stockt die Einkommen der Beschäftigten laut Tarifvertrag auf 90 Prozent auf. Die Geschäftsführung war bisher für den SR nicht erreichbar.

Bei Saargummi in Büschfeld sind insgesamt 1400 Mitarbeiter beschäftigt. In den letzten Jahren hat das Unternehmen zusätzliche Jobs geschaffen und in Maschinen und Anlagen investiert. Saargummi war 2011 durch den im Staatsbesitz befindlichen chinesischen Mischkonzern CQLT übernommen worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.01.2020 informiert.

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