Das Rathaus der Stadt Saarbrücken  (Foto: SR)

Wiederveröffentlichung der Ausschreibung gefordert

  22.11.2020 | 12:15 Uhr

Die Saarbrücker SPD fordert, dass die Ausschreibung der Baudezernentenstelle wieder veröffentlicht wird. Nur so könne ein faires Verfahren mit einer wirklichen Bestenauslese erreicht werden, heißt es in einer Mitteilung.

Die Saarbrücker Sozialdemokraten kritisieren an der ersten Ausschreibung die nur 14-tägige Bewerbungsfrist und, dass diese nicht in Fachzeitschriften veröffentlicht wurde. Eigentlich wollten SPD und auch die FDP das Bewerbungsverfahren bereits Anfang November komplett neu aufrollen.

Darauf verzichtete der Saarbrücker Stadtrat aber damals letztlich einstimmig. Begründung: Die sieben Bewerber aus der ersten Runde könnten möglicherweise Ansprüche geltend machen. Nun will sich die SPD zumindest für eine Wiederveröffentlichung der Ausschreibung starkmachen, der aus ihrer Sicht keine rechtlichen Hürden entgegenstünden.

Fehler von Conradt

Um die Besetzung des Postens hat es in den vergangenen Wochen immer wieder Diskussionen gegeben. Wunschkandidat von Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) war der Stadionmanager Martin Welker. Er hatte seine Bewerbung aber zurückgezogen. Zuvor hatte es unter anderem Streit mit zwei Unternehmen beim Umbau des Saarbrücker Ludwigsparkstadions gegeben.

"Mit der öffentlichen Festlegung auf seinen Lieblingskandidaten hat der Oberbürgermeister einen schweren Fehler gemacht und das ganze Verfahren ad absurdum geführt", so Mirco Bertucci, Fraktionsvorsitzender der SPD im Saarbrücker Stadtrat. Die Leitung des Baudezernats sei eine Schlüsselposition in der Stadtverwaltung. Aufgrund des Themengebiets seien hier "absolute Fachleute" gefragt, "keine Parteisoldatinnen oder Parteisoldaten", fordert Esther Lipka, Sprecherin der Fraktion für die Bereiche Personal und Recht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 22.11.2020 berichtet.

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