Verkehrsschild – Für Lastkraftwagen verboten (Foto: IMAGO / Karlheinz Pawlik)

Saarbrücken will Lkw-Verkehr eindämmen

Axel Wagner / Mit Informationen von Markus Person   25.11.2021 | 12:07 Uhr

Die Stadt Saarbrücken will den Lkw-Verkehr in der Stadt eindämmen. Dazu sollen mehrere Zonen mit Fahrverboten für Lkw entstehen – die erste davon auf dem Rastpfuhl.

Der Lkw-Verkehr und die damit verbundenen Belastungen sind an vielen Stellen in Saarbrücken ein großes Problem, vor allem für die Anwohner. Die Stadtverwaltung will deshalb bestimmte Zonen einrichten, in denen die Durchfahrt für Lkw verboten ist. Das hat am Mittwoch der Verkehrsausschuss der Landeshauptstadt entschieden.

Saarbrücken will Lkw-Verkehr eindämmen
Audio [SR 3, Markus Person, 25.11.2021, Länge: 02:39 Min.]
Saarbrücken will Lkw-Verkehr eindämmen

Hier sollen Schutzzonen entstehen

Insgesamt hat die Stadt elf Schutzzonen vorgesehen, auf denen der Lkw-Verkehr reduziert werden soll:

  • Rastpfuhl/Oberes Malstatt, Lebacher Straße
  • Burbach, B51/Ortsmitte
  • Gersweiler, Ortsdurchfahrt
  • Alt-Saarbrücken, Eisenbahnstraße/Luisenbrücke (wird als zwei Zonen gerechnet; existiert bereits teilweise)
  • Innenstadt, Nauwieser Viertel/Am Homburg
  • St. Johann
  • Scheidter Tal, Kaiserstraße
  • Güdingen/Bübingen, Bühler Straße
  • Fechingen/Ensheim/Eschringen, Provinzialstraße (L107) und An der Heringsmühle (L108, Flughafenstraße)
  • Brebach, östliche Saarbrücker Straße (L107)

Das erste Lkw-Durchfahrtsverbot soll die vielbefahrene Lebacher Straße im oberen Malstatt, auf dem Rastpfuhl, betreffen. Sie soll zumindest teilweise vom Schwerlastverkehr entlastet werden.

Umsetzung ab 2023 geplant

Läuft alles nach Plan, darf der überregionale Lkw-Verkehr die Verbindung ab 2023 nicht mehr nutzen und fließt stattdessen über die Camphauser Straße zur A623 und über den Matzenberg. Laut Gutachten kann damit die Zahl der täglichen Lkw-Fahrten durch die Lebacher Straße von 900 auf 500 reduziert werden.

Weniger Lkw-Verkehr verspricht man sich auch von der Schutzzone Fechingen/Ensheim/Eschringen. Mit den vorhandenen Ausweichstrecken könnten die Lkw auf der Provinzialstraße und An der Heringsmühle (Flughafenstraße) von 250 auf 70 pro Tag gesenkt werden. Danach sollen die Schutzzonen in Burbach und im Scheidter Tal umgesetzt werden.

Bevor die Pläne allerdings umgesetzt werden können, müssen nicht nur der Stadtrat, sondern auch noch das Verkehrsministerium und die Autobahn GmbH zustimmen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.11.2021 berichtet.

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