Eine Hand schiebt einen Ordner mit der Aufschrift "Covid-19" in eine Regalreihe zurück. (Foto: picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Saarbrücken stellt Kontaktnachverfolgung ein

  24.11.2021 | 19:32 Uhr

Der Regionalverband Saarbrücken hat die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen größtenteils eingestellt. Sie sei aufgrund der exponentiell steigenden Fallzahlen nicht mehr möglich. Quarantäneanordnungen für positiv Getestete sollen nur noch per Post verschickt werden.

Positiv auf das Coronavirus getestete Personen aus dem Regionalverband Saarbrücken werden im privaten Bereich nicht mehr telefonisch von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes kontaktiert. Das hat der Regionalverband am Mittwochabend mitgeteilt. Quarantäneanordnungen sollen dann nur noch schriftlich per Post durch die jeweilige Ortspolizeibehörde zugestellt werden.

Positiv Geteste sollen Kontakte benachrichtigen

Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken am Limit
Audio [SR 1, (c) Peter Liebertz, Peter Gillo, 24.11.2021, Länge: 03:47 Min.]
Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken am Limit

Infolgedessen sollen auch enge Kontaktpersonen nicht mehr vom Gesundheitsamt ermittelt werden. „Es obliegt daher der positiv PCR-bestätigten Person, diese Kontakte zu benachrichtigen“, heißt es in der Mitteilung. Schon zuvor war die Kontaktnachverfolgung eingeschränkt worden.

Zur Begründung verwies der Regionalverband auf die exponentiell steigenden Fallzahlen. „Aufgrund der überaus komplexen Fallbearbeitung, insbesondere in Schulen und Kindertageseinrichtungen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Gesundheitsamtes bereits voll ausgelastet“, so Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD).

Lange Wartezeiten beim Amt

Parallel zu den Fallzahlen stiegen auch die schriftlichen und telefonischen Anfragen, denen das Gesundheitsamt – wenn überhaupt – nur noch mit großer Wartezeit nachkommen könne, teilte der Regionalverband weiter mit.

Ungeimpfte enge Kontaktpersonen sollen sich sofort selbst in Quarantäne begeben, Geimpfte sollen sich regelmäßig testen lassen. Zudem müssen, so der Regionalverband, die Kontaktdaten der ungeimpften engen Kontaktpersonen über ein Formular per Mail an kontaktperson@rvsbr.de gesendet werden. Nur so erhalten diese daraufhin einen Quarantänebescheid der Ortspolizeibehörde.

Über dieses Thema berichteten die SR Hörfunknachrichten am 25.11.2021.

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