Notrufnummer an einem Saarbrücker Feuerwehrauto (Foto: SR Fernsehen)

Beschwerde gegen Schun gescheitert

  04.09.2019 | 18:23 Uhr

Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Britz ist mit einer Beschwerde gegen die Wiedereinsetzung des Chefs der Berufsfeuerwehr Josef Schun gescheitert. Das Oberverwaltungsgericht wies den Antrag ab. Wann Schun auf seinen Posten zurückkehrt ist derzeit noch unklar.

In der Begründung des Oberverwaltungsgerichts heißt es, die dauerhafte Versetzung von Schun in das Baudezernat sei aller Voraussicht nach nicht sachlich begründet. Zudem werde Schuns Anspruch verletzt, gemäß seiner Laufbahn und Vorbildung eingesetzt zu werden. "Die Entscheidung wird jetzt geprüft", sagte eine Sprecherin der Stadt. Eine zunächst anvisierte Verständigung der Beteiligten auf eine gütliche Einigung sei nicht zustande gekommen, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Der Feuerwehrchef war im September 2018 wegen eines "angeblich zerrütteten Vertrauensverhältnisses zwischen ihm und einem Teil der Mitarbeiter der Feuerwehr sowie dem Führungsdienst im Amt" abgesetzt worden. Stattdessen bekam der Amtsleiter eine neu geschaffene Stelle als Brandschutz- und Sicherheitsreferent im Baudezernat.

Im April außergerichtliche Einigung

Im Eilverfahren gab ihm das Verwaltungsgericht Recht und wies die Stadt am 9. April an, ihn "rückumzusetzen". Daraufhin meldete sich fast die Hälfte der rund 200 Mitarbeiter der Feuerwehr zeitweise krank. Die Krankmeldungen wurden auf Anordnung amtsärztlich untersucht und bestätigt. Im Zuge dieser Entwicklungen einigten sich die Stadt und Schun auf eine vorläufige außergerichtliche Lösung. Demnach sollte der Feuerwehrchef für sechs Monate in einer Dienststelle in Dortmund hospitieren.

Zeitpunkt der Rückkehr unklar

Mit der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts die Beschwerde der Stadt Saarbrücken zurückzuweisen, steht Schuns offizieller Rückkehr nichts mehr im Weg. Wie es nun weitergeht und wann der Chef der Saarbrücker Feuerwehr zurückkehrt ist bisher noch unklar.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 04.09.2019 berichtet.

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