Aushang mit den AHA-Regeln an einem Eingang (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Kira Hofmann)

Saar-Fraktionen wollen mehr Möglichkeiten für Corona-Herbst

Janek Böffel / Onlinefassung: Daniel Weiland   04.07.2022 | 15:16 Uhr

Die Fraktionen im saarländischen Landtag drängen nach dem Corona-Gutachten des Sachverständigenrates auf mehr Möglichkeiten im Infektionsschutzgesetz. Welche Maßnahmen kommen könnten, ist unklar - ein Lockdown soll es nicht sein.

Welche Maßnahmen helfen wie gut gegen eine Ausbreitung des Coronavirus? Das hat der Sachverständigenrat im Auftrag der Bundesregierung untersucht und vergangene Woche seinen Bericht vorgestellt.

Die Fraktionen von SPD und CDU im saarländischen Landtag waren sich am Montag einig, dass die Länder mehr Handhabe brauchen, sollten die Corona-Zahlen im Herbst wie erwartet wieder steigen. Nur welche Maßnahmen ergriffen werden sollten - da wollten sich beide nicht genau festlegen.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 03.07.2022, Länge: 3:17 Min.]
Landtagsfraktionen fordern mehr Möglichkeiten beim Infektionsschutzgesetz

Keine Schulschließung, kein Lockdown?

Fest steht nur, was nicht kommen soll: Es werde keine Schulschließungen mehr geben, so SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon. Die Folgen für Kinder und Jugendliche seien zu groß. Die Länder bräuchten aber eine möglichste große Palette an Maßnahmen im Infektionsschutzgesetz, um reagieren zu können, forderte Commerçon.

Fast wortgleich lautet die Forderung der CDU. Ein Lockdown wie in den ersten Wellen dürfte dabei aber nicht mehr möglich sein sagte CDU-Fraktionschef Stephan Toscani. Es gehe darum, nachvollziehbare Maßnahmen nutzen zu können.

Auch deshalb sei das Chaos vergangene Woche um die Bürgertests so fatal gewesen - die sind jetzt für viele Saarländerinnen und Saarländer kostenpflichtig.

AfD gegen alle Maßnahmen

Die AfD lehnt weiterhin alle Maßnahmen ab. Es habe noch nie Regeln gebraucht, sagte AfD-Fraktionschef Josef Dörr. Wer krank sei, solle zuhause bleiben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.07.2022 berichtet.

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