Ein Luftfiltergerät steht in einem Klassenzimmer. (Foto: picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich)

Schulen sollen flächendeckend Luftfilter erhalten

Florian Mayer   12.07.2021 | 17:00 Uhr

Die Fraktionen im saarländischen Landtag haben sich am Montag für eine flächendeckende Ausstattung von Schulen mit Luftfiltern ausgesprochen. Unklar ist derzeit allerdings noch, wer die Kosten für die Luftfilter an weiterführenden Schulen übernimmt.

Alle Klassensäle mit Luftfiltern ausstatten: Über dieses Ziel sind sich die vier Fraktionen im saarländischen Landtag durchaus einig. "Das ist eine Investition in die Zukunft", erklärte der Linken-Fraktionsvorsitzende Oskar Lafontaine mit Blick auf mögliche weitere Viren und Erreger. Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion Rudolf Müller sprach von einer Maßnahme, die mehr Sinn mache, als viele andere, die mehr Geld gekostet hätten.

Video [aktueller bericht, 12.07.2021, Länge: 3:35 Min.]
Debatte um Einbau von Luftfiltern an Schulen

CDU und SPD uneins über Kostenübernahme

Zwischen den Koalitionsfraktionen CDU und SPD herrscht allerdings Uneinigkeit in Sachen Kostenübernahme. Während CDU-Fraktionschef Alexander Funk mit dem Förderprogramm für Luftfilteranlagen in Grundschulen und Kitas von CDU-Innenminister Klaus Bouillon den ersten wichtigen Schritt getan sieht, bemängelte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Commerçon die fehlende Förderung im Programm von weiterführenden Schulen.

Damit ergebe das Programm überhaupt keinen Sinn, so Commerçon. Die CDU-Fraktion sieht bei der Kostenübernahme von Luftfilteranlagen an weiterführenden Schulen dagegen den Bund in der Pflicht.

Weitere Maßnahmen vorgeschlagen

Den Schulstart will die CDU neben Luftfiltern noch mit einer Reihe weiterer Maßnahmen absichern. Ein von ihr vorgestellter „Gesundheits-Schutzschirm“ sieht für die ersten beiden Schulwochen Maskenpflicht und drei statt bisher zwei Tests pro Woche vor. Verstärkerbusse sollen bis zu den Herbstferien fahren. Außerdem sollen die Schulen Vorbereitungen treffen, damit nach den Ferien Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren in den Schulen geimpft werden können.

Welche Regeln und Maßnahmen im nächsten Schuljahr gelten, darüber sollen Eltern, Lehrer und Schüler zwei Wochen vor Ferienende informiert werden. Details will die CDU am Dienstag mit der SPD abstimmen.

Über dieses Thema haben die SR-Hörfunknachrichten am 12.07.2021 berichtet.

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