Das Parteilogo der CDU (Foto: dpa)

Streit um Kohleausstieg

Michael Schneider   01.06.2019 | 11:58 Uhr

Die saarländischen Parteien reagieren mit Unverständnis auf den erneuten Streit um den Kohleaaussttieg. Zuvor hatten mehrere CDU-Politiker die Pläne von Bundesregierung und Kohlekommission scharf kritisiert.

Zu teuer, zu überstürzt und gefährlich für die Stromversorgung sei der Ausstieg aus dem Kohlestrom bis 2038. So sehen es gleich mehrere Bundestagsabgeordnete der Union. Sie hinterfragen auch die Strukturhilfen für Regionen, die vom Kohleausstieg betroffen sind - hier verspricht sich auch das Saarland Hilfen in Millionenhöhe.

"Völlig den Kompass verloren"

Entsprechend stieß die Kritik der Unionsabgeordneten auf Unverständnis bei der Landespolitik. CDU-Fraktionsvize Wegner sagte, er könne die erneute Diskussion nicht nachvollziehen. Der Kohleausstieg müsse nun vorangetrieben werden. SPD-Wirtschaftsministerin Rehlinger sagte im SR-Interview, CDU und CSU hätten völlig den Kompass verloren. Sollte das beschlossene Paket noch einmal aufgeschnürt werden, könnte das für das Saarland großen Schaden bedeuten.

Am Wochenende hatten mehrere Bundestagsabgeordnete der Union den Kohleausstieg als überstürzt und zu teuer kritisiert. Beim geplanten Kohleausstieg sollen die Kohle-Länder Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg 40 Milliarden Euro bekommen, um den Strukturwandel zu bewältigen. Auch das Saarland hofft dabei auf erhebliche Gelder.

Video [aktueller bericht, 31.05.2019, Länge: 2:17 Min.]
Entscheidung zur Kohleförderung erneut auf dem Prüfstand

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 01.06.2019 berichtet.

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