Betriebe sehen Konjunktur schwächer (Foto: SR)

Saar-Wirtschaft bricht ein

  24.04.2020 | 11:52 Uhr

Die Ausbreitung des Coronavirus hat in der saarländischen Wirtschaft zu einem drastischen Einbruch geführt. Das legt eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) unter den saarländischen Betrieben nahe. Einen solch starken Einbruch habe es noch nie gegeben, heißt es.

Nach Angaben der IHK gibt es aktuell einen "beispiellosen Einbruch der Saarkonjunktur". Nie zuvor seit Beginn der IHK-Konjunkturaufzeichnungen sei die Stimmung in der Saarwirtschaft gegenüber dem Vormonat so stark gesunken wie in diesem April. Auch die Erwartungen der Unternehmen für die Zukunft hätten sich dramatisch verschlechtert. Einen so starken Rückgang der Geschäftsaussichten binnen Monatsfrist habe es selbst in der Finanzkrise 2008/09 nicht gegeben.

Saar-Wirtschaft bricht ein
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 24.04.2020, Länge: 00:56 Min.]
Saar-Wirtschaft bricht ein

Von dem Einbruch waren bis auf wenige Ausnahmen alle Branchen betroffen. Besonders tief war der Einbruch in der Industrie, im stationären Handel sowie in der Hotellerie und Gastronomie. Den Schlüsselindustrien Auto und Stahl stünden schwierige Monate bevor. Neben den schon lange bestehenden strukturellen Herausforderungen müssten sie nun noch pandemiebedingte Nachfrageausfälle und Störungen der weltweiten Lieferketten meistern.

An der April-Umfrage hatten sich rund 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligt.

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