Saar-Radweg und VeloRoute SaarLorLux auf Radwegeschildern entlang der Saar (Foto: Imago/imagebroker)

Saar-Radweg wegen Sanierung ab Montag gesperrt

Stephan Deppen / Onlinefassung: Axel Wagner   23.04.2022 | 11:41 Uhr

Ab Montag wird der Saar-Radweg zwischen Völklingen und der Schleuse Gersweiler voll gesperrt. Eine groß angelegte Sanierung: Stück für Stück soll der komplette Weg bis Ende 2024 erneuert und ausgebessert werden. Für den ADFC ist das aber nur ein Schritt in die richtige Richtung.

Der Saar-Radweg, der am Saarufer entlang führt, ist als nationale Route 5 Bestandteil des Radnetzes Deutschland. Er wird von Alltags- und Hobbyradlern ebenso genutzt wie von Radtouristen. An einigen Stellen ist er jedoch sanierungsbedürftig.

Der Bund hat dem Saarland daher für die nächsten Jahre über 3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Wege dieser Radroute auszubessern. Damit beginnt nun der Landesbetrieb nach den Osterferien am kommenden Montag.

Saar-Radweg wegen Sanierung ab Montag gesperrt
Audio [SR 3, (c) SR, 23.04.2022, Länge: 03:08 Min.]
Saar-Radweg wegen Sanierung ab Montag gesperrt

Brücken werden erneuert

Zwischen Völklingen und der Schleuse Gersweiler wird der Weg dann auf einer Strecke von 4,5 Kilometern voll gesperrt. „Es werden zwei Brückenbauwerke erneuert“, kündigt Andreas Deutsch vom Fachbereich Sonderplanung beim Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) an. „Das sind alte Holzkonstruktionen. Die werden durch entsprechende Stahlkonstruktionen ersetzt.“ In diesem Zuge werde der Abschnitt noch einmal komplett asphaltiert, Schadstellen würden ausgebessert.

Bis August sollen die Baumaßnahmen dauern. Für diese Zeit hat der LfS eine Umleitung abseits des Autoverkehrs eingerichtet, parallel am rechten Saarufer ab der Staustufe Gersweiler.

Der LfS ist zuständig für die Unterhaltung des Saar-Radweges, der Radwege entlang der saarländischen Landesstraßen und der touristischen Radwege – wobei Letztere teils von den Kommunen übernommen werden.

Komplettsanierung bis Ende 2024

Nach der Sperrung zwischen Völklingen und Gersweiler sollen die Arbeiten am Saar-Radweg noch weitergehen. Bis Ende 2024 will der LfS nach den Worten von Andreas Deutsch die ganzen 43 Kilometer bis zur Landesgrenze ausgebessert haben. „Insbesondere wird es darum gehen, Schadstellen im Belag zu erneuern.“

Die Betonfahrbahnen, die abschnittsweise noch zu finden sind, sollen durch Asphalt ersetzt werden. Außerdem will der LfS typische Wurzelschäden ausbessern.

Kein Asphalt entlang der Saarschleife

Nur im Bereich der Saarschleife ist der Weg nicht gepflastert oder asphaltiert, sondern naturbelassen – was auf Radfahrern bei Regen eine rote Schlamm- und bei Trockenheit eine ebensolche Staubschicht hinterlässt.

In diesem Bereich werde auch ausgebessert, aber im Grunde bleibe der lose Belag, so Deutsch. „Das ist einer der wenigen Abschnitte, um die Saarschleife bis zur Lutwinuskapelle Mettlach, den wir aufgrund naturschutzrechtlicher Auflagen weiterhin ungebunden ausbilden müssen, also nicht asphaltiert.“

Dort soll eine wassergebundene Decke aufgetragen werden, die zwar eine gewisse Oberflächenfestigkeit bietet, aber gleichzeitig weitgehend wasserdurchlässig ist.

ADFC fordert Umsetzung von Konzepten

Bei den einzelnen Abschnitten soll es immer wieder kleine Vollsperrungen geben, für die nicht immer eine Umleitung möglich ist. Thomas Fläschner, Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), erwartet von der Politik mehr. „Die weitere Sanierung es Saar-Radwegs ist natürlich auch sehr begrüßenswert, aber gleichzeitig nur ein Baustein in Richtung eines richtigen Saar-Radlandes.“

Fläschner ermahnt die Kommunen, nicht nachzulassen im Bemühen, die Infrastruktur für Radfahrerinnen und -fahrer stetig zu verbessern. „Für uns ist das Entscheidende im nächsten Jahr vor allem die Umsetzung der vielen Radverkehrskonzepte. Da muss rangegangen werden auf kommunaler Ebene, mit Unterstützung des Landes und des Bundes.“

Dann, so Fläschner weiter, werde man sehen, „ob wirklich der politische Wille da ist, das Saarland zum Fahrradland zu machen“.

Über dieses Thema haben auch die Bunten Funkminuten auf SR3 vom 23.04.2022 berichtet.

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