Eine Lehrerin schreibt Wörter an die Tafel. (Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Saar-FDP fordert mehr Unterstützung für Lehrer

  26.04.2020 | 12:24 Uhr

Die FDP im Saarland kritisiert die Pläne zum Wiedereinstieg in den Schulbetrieb. Die schrittweise Öffnung der Schulen im Saarland ab dem 4. Mai führe zu großer Verunsicherung bei Lehrern, Schülern und Eltern. Die Liberalen fordern unter anderem mehr Unterstützung für die Lehrkräfte in den Klassen.

Der seit dem 24. April vorliegende Musterhygieneschutzplan der saarländischen Landesregierung ist in den Augen der Saar-FDP keine gute Grundlage für einen sicheren Wiedereinstieg in den Schulbetrieb. Viele Schulen hätten Probleme, die geforderten Standards zu erfüllen.

Ruf nach Assistenzkräften

Oftmals fehle es an den räumlichen Voraussetzungen um die Sicherheitsabstände einzuhalten. Die Hygienevorschriften könnten aufgrund mangelnder Waschgelegenheiten nicht erfüllt werden.

"Für die Lehrkräfte ist es eine große Herausforderung und Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften zu sorgen. Deshalb brauchen sie dringend personelle Unterstützung im Unterricht durch pädagogische Assistenzkräfte", fordert Kirsten Cortez, bildungspolitische Sprecherin der FDP Saar. Es sei nicht zu verantworten, dass Lehrkräfte neben den neuen Unterrichtskonzepten auch noch die Überwachung der Hygieneregeln bewerkstelligen müssen.

Fehlende Transparenz

Die Vorlaufzeit bis zur Öffnung sei von der saarländischen Landesregierung nicht genutzt worden, um ein Konzept zu entwickeln, das von Lehrern, Schülern und Eltern mitgetragen werde. Es fehle an "Transparenz und Kooperation mit den Akteuren an der Basis", so Cortez.

Beispielsweise müsse der Umgang mit Risikogruppen in den Schulen klar geregelt sein. "Lehrkräfte und Schüler mit Vorerkrankungen werden laut Hygieneplan von der Präsenzpflicht befreit. Eine freiwillige Teilnahme am Unterricht ist nicht geregelt", bemängelt Cortez.

Außerdem habe das saarländische Bildungsministerium keine konkreten Vorschläge gemacht, wie eine Ansteckungsgefahr bei Fahrten mit dem Schulbus vermieden werden soll.

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