Eine sogenannte FFP2-Maske (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Saar-Apotheken verdienen an kostenlosen Masken

mit Informationen von Lisa Krauser   18.03.2021 | 13:43 Uhr

Auch im Saarland haben die Apotheken an den Ausgaben des Bundes für kostenlose FFP2-Masken, die für vulnerable Gruppen vorgesehen waren, verdient. Die Apotheken haben nach Auskunft des saarländischen Apothekervereins aber ganz unterschiedlich von dem Geld des Bundes profitiert.

Für die einzelnen Apotheken gab es laut saarländischem Apothekerverein jeweils pauschale Vergütungen vom Bund - auf Grundlage der Anzahl an verschreibungspflichtigen Verpackungen, die eine Apotheke im dritten Quartal des Jahres 2020 abgeben hatte.

Diese Vergütung gab es demnach unabhängig davon, wie viele kostenlose FFP2-Masken eine Apotheke am Ende tatsächlich ausgegeben hat. Aus diesem Grund und weil verschiedene Apotheken die Masken zu unterschiedlichen Preise eingekauft hätten, würden die Apotheken auch ganz unterschiedlich von dem Geld des Bundes profitieren.

Recherche von NDR, WDR und SZ

"Dumm und dämlich verdient", wie es ein Apotheker aus Berlin berichtet hatte, habe sich im Saarland aber sicher niemand, betont Manfred Saar, Präsident der Apothekerkammer. Allein schon wegen des organisatorischen Zusatzaufwands, so Saar. Recherchen von NDR, WDR und SZ haben ergeben, dass der Bund den Apotheken sechs Euro pro Maske gegeben hat. Das hatte das Bundesgesundheitsministerium trotz interner Kritik festgelegt.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 18.03.2021 berichtet.

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