Geldschatulle mit Saarland-Wappen und Geldschein (Foto: imago/Ralph Peters)

Rettungsschirm für Ferienbetreuung

  18.06.2020 | 15:51 Uhr

Auf Initiative des saarländischen Umweltministeriums stellt das Land ab Sommer eine Million Euro für die Ferienbetreuung von Kindern zur Verfügung. Davon profitieren sollen nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch die Bildungsanbieter sowie die saarländischen Jugendherbergen.

Geschlossene Schulen und Kitas, der Wegfall außerschulischer Bildungs- und Freizeitangebote – die Corona-Pandemie hat Eltern wie Kinder einer Belastungsprobe ausgesetzt. Die Sommerferien im Saarland dürften das Problem noch einmal verstärken, befürchtet das saarländische Umweltministerium.

Ökopädagogische Angebote

Auf dessen Initiative hat nach Auskunft des Staatssekretärs im Umweltministerium, Sebastian Thul (SPD), das Saarland nun im Nachtragshaushalt eine Million Euro für den sogenannten Rettungsschirm Ferienbetreuung bereitgestellt.

Mit Unterstützung des Bildungsministeriums und außerschulischer Bildungspartner sei ein Programm erarbeitet worden, das Kindern und Jugendlichen im Saarland während der Ferien nicht nur Betreuung bieten will soll, sondern "ökopädagogische Angebote im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Zwei Bildungspartner organisieren

"Ob Wildnis-Camps, Klimaexpedition, Erlebnisimkerei oder verschiedene Themenworkshops – das Programm ist sehr vielseitig", betont Thul. Die Angebote sind nach Ministeriumsangaben kostenlos und freiwillig. Sie richten sich an Sechs- bis 18-Jährige. Ab Donnerstagabend soll das Programm unter umwelt.saarland.de abrufbar sein.

Die Projektkoordination teilen sich zwei Bildungspartner. Das Landesjugendwerk der AWO Saarland übernimmt die Organisation für die Angebote im Regionalverband Saarbrücken und den Landkreisen Neunkirchen und Saar-Pfalz. Die Katholische Erwachsenenbildung im Kreis Saarlouis verantwortet die Angebote in ihrem Heimatkreis sowie in den Landkreisen Merzig-Wadern und St. Wendel.

Kein Ende im Sommer

"Wir wollen damit Eltern und Kindern in schwieriger Zeit Entlastung, Freude und Anregung bieten. Zugleich können wir mit unserer Initiative die durch Corona gebeutelten Beherbergungsbetriebe unterstützen. Unser Geld ist also gut angelegt", betont Thul. Das Programm des Rettungsschirms Ferienbetreuung soll laut Thul nach den Sommerferien fortgeführt werden.

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