Straßenverkehr (Foto: dpa)

Verbände fordern Wende in der Verkehrspolitik

  17.10.2018 | 06:43 Uhr

Das Saarland ist Autoland. Nirgendwo in Deutschland ist die PKW-Dichte so hoch, nirgendwo gibt es mehr Autobahnkilometer im Verhältnis zur Fläche. Doch die Dominanz des Autos schade dem Land, sagen Verbraucher- und Umweltverbände. Sie fordern von Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) eine Verkehrswende.

„Verkehrswende Saarland. Jetzt!“ heißt eine Resolution, die die saarländischen Verbände ADFC, BUND, NABU und VCD der Verkehrsministerin am Mittwoch überreichen werden. Darin fordern sie unter anderem mehr Rad- und Fußverkehr, den Ausbau des Schienennetzes mit neuen Direktverbindungen, ein neues Tarifsystem für den saarVV sowie eine gesetzliche Grundlage in Form eines Mobilitätsgesetzes.

Kaum Radverkehr, wenig ÖPNV

Da mehr als zwanzig Prozent der Klimagase aus dem Verkehr stammten, könne eine Energiewende ohne Verkehrswende nicht gelingen, heißt es in der Resolution. Doch bislang sehe es da mau aus: Das Saarland habe den niedrigsten Radverkehrsanteil aller Bundesländer. Und den ÖPNV nähmen die Saarländer vergleichsweise wenig in Anspruch - unter anderem, weil sie ihn als zu teuer empfänden.

Video [aktueller bericht, 17.10.2018, Länge: 3:20 Min.]
Resolution zur Verkehrswende

Das alles führe zu einem Negativimage als "Saarland-Autoland und abgehängtes Schlusslicht der Verkehrsstatistiken". Um das zu korrigieren und um dem drohenden Strukturwandel in der Automobilindustrie zu begegnen, müsse die Politik mehr Gestaltungswillen aufbringen, so das Bündnis.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 17.10.2018 berichtet.

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