Ein Mann streicht eine Wand (Foto: picture alliance/Jan Woitas/dpa)

Kontroverse Diskussion über Rente mit 69

mit Informationen von Karin Mayer   22.10.2019 | 13:48 Uhr

Die Menschen werden im Schnitt immer älter. Sollte deshalb das Renteneintrittsalter auf 69 angehoben werden, wie von der Bundesbank vorgeschlagen? Im Saarland gibt es dazu geteilte Meinungen.

Ein höheres Rentenalter bedeute de facto eine Rentenkürzung, kritisierte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Eugen Roth. Wenn Menschen persönlich entscheiden, dass sie länger arbeiten möchten, sei das in Ordnung. Es gehe aber nicht, das gesetzlich zu verordnen, weil viele das aus gesundheitlichen Gründen gar nicht könnten.

Roth sprach sich stattdessen dafür aus, die Gesetzliche Rente weiter zu stärken und die Rentenbeiträge moderat zu erhöhen.

IHK für einen Anstieg der Altersgrenze

Heino Klingen von der Industrie und Handelskammer des Saarlandes verweist dagegen auf die steigende Lebenserwartung. Wenn die Menschen immer älter werden, sei es logisch, dass die Regelaltersgrenze auch steigen müsse. Viele Arbeitnehmer seien dazu in der Lage. Wenn das wie bei Dachdeckern oder Bauarbeitern nicht möglich sei, sollten die Tarifpartner den vorzeitigen Ruhestand absichern und soziale Härten abfedern.

Die Bundesbank hat mit Blick auf die steigende Lebenserwartung die Rente mit 69 vorgeschlagen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.10.2019

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