Schaufenster eines Reisebüros mit dem Schriftzug: „Fernweh hoffentlich bald wieder möglich“ (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Reisebranche weiter am Limit

Markus Person   01.07.2020 | 21:34 Uhr

Die saarländische Reisebranche hat am Mittwoch in Saarbrücken demonstriert. Sie forderte mehr coronabedingte Hilfe von der saarländischen Landesregierung. In diesem Jahr erwarten die Unternehmen einen Umsatzrückgang bis 80 Prozent.

Aufgerufen zu der Demo hatte das Aktionsbündnis „Gesicht zeigen - Rettet die Reisebranche“. Gekommen waren nicht nur gut 100 Demonstranten, sondern auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Die betonte im direkten Gespräch mit den Reiseunternehmern, es brauche definitiv ein zweites großes Konjunkturpaket des Bundes nach der Sommerpause, um der Branche weiterzuhelfen.

Auch sieht die SPD-Politikerin die Chance, dass die Reisebüros zumindest ein Stück weit durch die von der Bundesregierung beschlossenen Überbrückungshilfen entlastet werden, beispielsweise bei zurückzuerstattenden Provisionen.

Umsatzrückgang um 80 Prozent

Der Sprecher des Aktionsbündnisse, Jörg Franzen, betonte, es bedürfe schneller Hilfe. Die Branche rechne damit, in diesem Jahr nur 20 Prozent des Vorjahresumsatzes zu erreichen. Viele Reisebüros und Touristikunternehmen stünden fast unmittelbar vor dem Ruin. Das Aktionsbündnis fordert, dass mehr Geld aus dem saarländischen Nachtragshaushalt gezielt zur Unterstützung der Reisebranche eingesetzt wird.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 01.07.2020 berichtet.

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